Mit dem Tool “Windows Automated Installation Kit” (WAIK) will Microsoft das Upgrade auf sein Betriebssystem Vista erleichtern.
Das Werkzeug wird in dem für Ende 2006 erwarteten Betriebssystem enthalten sein. In der Vergangenheit hat das Upgrade auf eine neue Windows-Version häufig Probleme bereitet. Analysten sehen dies als Grund, warum viele Unternehmen nicht auf das jeweils neuste Betriebssystem-Release wechseln. (Quelle TECCHANNEL.DE 16.08.2005)
US-Computermagazin Wired verreißt die Beta des neuen Microsoft- Betriebssystems - Kaum Verbesserungen zu bemerken
Longhorn hin - Vista her, hinter all dem Marketing-Hype rund um die nächste Windows-Generation zeichnet sich im Moment eine für Microsoft weniger erfreuliche Realität ab. Denn die große Vorfreude auf das nächste Windows-System will bei den meisten nicht recht aufkommen, die Reaktionen auf die erste Beta bleiben bisher eher verhalten bis dezidiert kritisch.
Kritik
Als symptomatisch kann entsprechend der Bericht des renommierten US-Computermagazins Wired angesehen werden. Unter dem Titel “Bewölkte Aussichten für Windows Vista” kommt der Autor zum Schluss, dass es eigentlich kaum neues gibt. Jenseits von grafischen Effekten und einer besseren Suchmaschine gibt es nicht viel zu berichten, gerade in den Bereichen Sicherheit und Productivity gäbe es kaum Neues zu vermelden, so Wired.
Versprechungen
Dabei gäbe es eine lange Liste von versprochenen Verbesserungen für Windows Vista, allein - in der ersten Beta sei davon noch nicht viel zu bemerken. Auch wenn Microsoft versprochen hab weitere Neuerungen mit der zweiten beta einzuführen, so sollten sich die UserInnen schon mal darauf einstellen, dass es keinesfalls so viele Verbesserungen wie beim Upgrade auf Windows XP geben werde.
Ressourcen
Ein weiterer negativer Punkt: Die grafischen Spielereien würden wesentlich mehr Prozessor-Power benötigen, eine aktuelle Grafikkarte sei ein Muß. Auch vom neuen Internet Explorer zeigt man sich wenig begeistert, Microsoft habe bisher recht wenig getan, um den Rückstand auf die Konkurrenz in Hinblick auf Sicherheit und Ausstattung aufzuholen. (Quelle DERSTANDARD.AT 16.08.2005)
Eine US-Verbraucherrechtsgruppe - das ‘Committee to Fight Microsoft’ (CTFM) - hat von Microsoft verlangt, das neue Betriebssystem Vista erst dann auf den Markt zu bringen, wenn es fehlerfrei ist. Vista - der Nachfolger von Windows XP - ist für Ende 2006 angekündigt.
Bill Gates mache die Anwender zu Versuchskaninchen, hieß es von CTFM-Chef Andy Martin. Gates verkaufe fehlerhafte Produkte und lasse die “unzähligen Fehler und Schwachstellen der Software” gleichzeitig korrigieren.
Nachdem er Windows XP schon vier Jahre verwende, bekomme er immer noch regelmäßig Bugfixes und Updates, sagte Martin. Das zeige, dass die Software ursprünglich “skandalös fehlerhaft” gewesen sei. Kein anderes US-Unternehmen erlaube es sich, derart mangelhafte Produkte zu verkaufen und die Käufer dann jahrelang auf die Herstellung der Funktionsfähigkeit warten zu lassen.
Martin beschreibt sich auf seiner Site als ‘Generalstaatsanwalt des Volkes’. 2006 will er für die Republikaner Gouverneur im US-Bundesstaat Illinois werden.
Microsoft-Sprecher bemühten sich derweil in britischen und in US-Medien, die Vorwürfe zu entkräften. Vista werde das sicherste Betriebssystem, dass Microsoft jemals verkauft habe, so die Sprecher. (Quelle SILICON.DE 12.08.2005)
Manager Magazin verkündet Beunruhigendes
Bewegt man sich außerhalb der IT-Fachzeitschriften, nimmt in der Regel die technische Kompetenz in den Redaktionen ab: und es ist zu hoffen, dass dies im Fall des Manager Magazins heute der Fall ist. Ohne nähere Quellenangabe berichtet das Magazin von einer extrem aggressiven “Sicherheitspolitik” aus dem Hause Microsoft, die als Schutz des Systems vor böswilliger Software daherkommt, aber die Nutzung von freier und Open-Source-Software auf dem neuem MS-OS erschwerewn bis unmöglich machen könnte.
Nur vertrauenswürdige Software solle unter Vista Dokumente öffnen und bearbeiten können, schreibt das Manager Magazin, und erläutert weiter: “Das heißt aber auch, dass zum Beispiel das “Open Office” extra zertifiziert werden muss, damit es weiter unter Windows angewandt werden kann. Auf keinen Fall soll man soll man nach dem Willen von Microsoft mit dem neuen Betriebssystem ein Programm ohne gültige Produktlizenz öffnen können. Dadurch kann Microsoft die Benutzung von Freeware praktisch unmöglich machen. Denn solche Software wird kostenlos weitergegeben, ohne dass die Bezieher Lizenzgebühren dafür bezahlen müssen”.
Nun hat bei MM irgend jemand das Prinzip der Produktlizenz nicht ganz verstanden: auch Freie und Open-Source - Software kommt in der Regel natürlich mit einer Produktlizenz daher - beispielsweise mit der GPL. Lizenziert wird Open-Source-Software selbstverständlich, auf und gerade, wenn man für die Lizenz nichts bezahlen muß, sondern ausreicht, ihren Bedingungen zuzustimmen. Was MM aber meinen könnte, wäre die Zertifizierung von Software durch Microsoft oder eine andere Prüfinstanz als “vertrauenswürdig” - und diese Zertifizierungen sparen sich in der Tat viele Entwickler gerade kleiner, offener Softwareprojekte.
Die Alternative, will man nicht nach MS’ Wünschen zertifizierte Software nutzen, ist laut Wikipedia das Verfrachten des Rechners in den “untrusted” Mode: unter dieser könnte jedoch das Ausführen von “trusted” Software - wie beispielsweise MS Office - wiederum abgeschaltet sein.
Um die Trusted-Computing - Techniken im kommenden MS-OS ranken sich zahlreiche Gerüchte und zwischen den ersten Schritten mit Palladium und den zahlreichen Modifikationen, denen der Nachfolger “Next Generation Secure Computing Base”, kurz NGSCB in letzter Zeit unterworfen wurde, hat sich viel getan. Die Kunden waren mit den zahlreichen Restriktionen, die ursprünglich geplant wurden, eher weniger glücklich, die Wikipedia weiss indessen, dass die entsprechenden Planungen mitnichten über Bord geworfen wurden. “Durch diese Technologie könnte Microsoft auch die Nutzung aller kostenloser Software unterbinden, da diese womöglich nicht mehr ohne Lizenzgebühren weitergegeben werden kann. Außerdem ist NGSCB geradezu optimal geeignet um DRM in Windows fest zu integrieren. NGSCB scheint aber ins Wanken zu geraten, der Grund hierfür ist anscheinend das Feedback von Kunden. Von der Einstellung des NGSCB-Konzepts kann jedoch keine Rede sein. Dass NGSCB in Windows Vista integriert sein wird, wurde von Microsofts Product Unit Manager bestätigt.”
Insofern ist zu hoffen, dass das Manager-Magazin auf eine ältere Quelle hereingefallen ist - und nicht gar die letzten Insiderinformationen aus Redmond zugespielt bekam. (Quelle GULLI.COM 12.08.2005)
Microsoft will die 3D-Schnittstelle OpenGL im Windows-XP-Nachfolger Vista nicht mehr direkt unterstützen, wenn die mit transparenten Fenstern und anderen Effekten angereicherte Benutzeroberfläche Aeroglass aktiv ist. Dies, von Microsoft eigentlich bereits auf der Entwicklerkonferenz WinHEC bekanntgegeben, sorgt nun unter OpenGL-Protagonisten für einige Empörung.
Vista bildet OpenGL-Funktionen nur noch mittels DirectX nach, wobei der Funktionsumfang auf OpenGL 1.4 beschränkt ist und herstellerspezifische Erweiterungen (Extensions) nicht berücksichtigt werden. Microsoft ersetzt seinen OpenGL-1.1-Software-Treiber also durch einen OpenGL-1.4-D3D-Translater mit Hardware-Beschleunigung.
Damit sind 3D-Modeler mit Shader-Funktionen unter Aeroglass mit der OpenGL-Schnittstelle voraussichtlich nicht lauffähig. Selbst genügsame OpenGL-CAD-Software ohne Shader-Funktionen ist mit Aeroglass allenfalls mit einer durch die Emulation verursachte, empfindlichen Leistungseinbuße von 20 bis 50 Prozent einsetzbar, was für professionelle Anwender nicht akzeptabel sein dürfte.
Die volle OpenGL-Leistung erhält man erst nach Installation des zur Grafikkarte gehörenden OpenGL-Treibers (ICD), wobei sich Aeroglass allerdings abschaltet. Andernfalls steht OpenGL nur über den OpenGL-D3D-Translater zur Verfügung. Unklar ist derzeit, ob ATI und Nvidia für Vista nur noch einen “Doom3-Treiber” entwickeln und vollwertiges OpenGL unter Vista überhaupt nur bei Profi-Karten (FireGL und Quadro FX) ermöglichen. Bislang gab es dazu auf Anfrage von heise online noch keine genaueren Informationen.
Im Forum der OpenGL-Site heißt es zu Microsofts Plänen, sie seien eine rein politische Entscheidung, für die es keine technische Notwendigkeit gebe. Man fürchtet, dass Microsoft OpenGL zu Gunsten von DirectX weiter zurückdrängen wolle, um konkurrierende Betriebssysteme zu benachteiligen Man ruft dazu auf, über die Software- und Hardware-Industrie Microsoft von diesen Plänen abzubringen.
Im Gegensatz zu DirectX kann Microsoft OpenGL nicht allein kontrollieren. Es steht unter Kontrolle eines Industriekonsortiums (Architecture Review Board ARB), dem Microsoft nicht mehr angehört. OpenGL ist die einzige Hersteller- und Plattform-unabhängige 3D-Schnittstelle und ist von großer Bedeutung für die Verbreitung von 3D-Applikationen auch auf Linux-, Unix- und Macintosh-Systemen. OpenGL ist besonders im CAD-, VR-Bereich und bei wissenschaftlichen Anwendungen immer noch dominant und hat mit OpenGL 2.0 und einer eigenen Shader-Sprache für programmierbare Grafikeffekte zu DirectX 9 aufgeschlossen. Mit OpenGL ES gibt ist zudem eine spezielle Mobil-Variante. Auch einige PC-Spiele basieren auf OpenGL (Doom 3, Serious Sam,…), da es gegenüber DirectX immer noch ein wenig schneller sein soll und auf Grund seiner klaren Struktur beliebt ist. Spieleentwickler Id Software hat aber bereits angekündigt, bei neuen Projekten zu DirectX zu wechseln. Mit Sonys Playstation 3 wird OpenGL aber weiter im Konsumer-Markt vertreten sein. (Quelle HEISE.DE 11.08.2005)
Wer kennt das Problem nicht das Windows installationen sich nach ein oder mehr Monaten immer Träger anfühlen. Wie mehrere Webseiten heute berichteten möchte Microsoft mit der nächsten Windows-Version diesem Problem Abhilfe schaffen. Windows Vista wird dazu einige Neuerungen erhalten.
Die kleinste Änderung dürfte noch sein, dass Vista die Festplatten automatisch defragmentieren wird. Zusätzlich soll der Arbeitsspeicher besser genutzt werden, sodass Programme schneller gestartet werden und ausführbar sind. Des weiteren plant Microsoft einen Performance-Steuerkonsole, die dafür zuständig sein wird, Leistungsengpässe zu erkennen und zu beseitigen.Hauptziel dieser ganzen Verbesserungen bleibt ganz klar, dass der PC auch noch nach langer Zeit wie neu laufen soll.
Gründe für Verlangsamerungen des System sind ganz unterschiedlicher Herkunft. So beeinflusst die Anzahl der Dateien und der Ort, wo sie auf der Festplatte abgelegt sind, die Leistungsfähigkeit doch erheblich.
Zusätzlich möchte Microsoft eine „Super Fetch“ genannte Technologie einbauen. So soll nach wenigen Wochen noch mal ein Performancegewinn möglich sein. Dazu werden oft genutzte Programme automatisch beim Start in den Arbeitsspeicher geladen, ähnlich wie es bereits bei Windows XP mit allgemeinen Systemressourcen gemacht wird. Ähnlich dem „Super Fetch“ wird auch schon seit längerem unter Linux verfahren z.B. beim Anfordern einer Seite, werden im Hintergrund zusätzliche Seiten mitgeladen. Ob die genannten Features wirklich etwas bringen oder ob es sich um reines Marketing handelt, wird sich zeigen. (Quelle K-HARDWARE.DE 10.08.2005)
Für sein neues Betriebssystem Windows Vista hat sich Computergigant Microsoft alle wichtigen Marken und Domains in Deutschland gesichert. Wie das Magazin Markenbusiness meldet, konnte sich das Unternehmen die domains “vista.de” und “vistacom.de” sowie die Marken “Vistacom” und die Bildmarke “V” sichern. Durch die Käufe ist in Deutschland nun nicht mehr mit Widerstand gegen den neuen Namen zu rechnen.
“Erst im Laufe der Verhandlungen wurde klar, dass der Mandant kein kleines Unternehmen ist”
Anscheinend hat MS die Kaufverhandlungen zunächst verdeckt über Rechtsanwälte führen lassen. “Erst im Laufe der Verhandlungen wurde klar, dass der Mandant kein kleines Unternehmen ist”, sagte der Ex-Markeninhaber von Vista Computer. “Die Firma Vista Computer GmbH wurde im Rahmen der Transaktion umbenannt.” Sein Geschäft sei nicht auf die Marke Vista angewiesen, daher sei ihm die Umbenennung nicht schwer gefallen. Außerdem sei er mit dem Kaufpreis - der nach Aussage von Experten durchaus im sechstelligen Bereich liegen könnte - zufrieden gewesen.
Im Besitz einer Münchener Rechtsanwältin
Die beiden deutschen Domains, die Microsoft gekauft hat, befanden sich im Besitz einer Münchener Rechtsanwältin. Diese hat in ihrer eigenen Kanzlei die Markenübertragung abgewickelt - auch von dieser Seite wird MS wohl keine Klagen zu befürchten haben. Der Software-Gigant kündige außerdem an, die Marke Vista künftig nicht in Alleinstellung zu verwenden. “Wir werden den neuen Namen immer in Verbindung mit dem Begriff Windows benutzen”, so Irene Nadler, Unternehmenssprecherin von MS.
Dennoch besteht die Gefahr einer Monopolisierung des Namens, denn auf Grund der weiten Verbreitung des Betriebssystems Windows ist eine so genannte Verkehrsdurchsetzung zu erwarten. Dadurch kann der Schutz der Marke auch auf Branchenfremde Produkte und Dienstleistungen ausgedehnt werden. Produkte mit dem Namen Vista hätten dann nur geringe Chancen, sich gegen Microsoft durchsetzen zu können. (Quelle DERSTANDARD.AT 10.08.2005)
ATI hat seinen Catalyst Treiber ebenfalls auf das neue Betriebssystem angepasst und gibt diesen Treiber nun für alle Betatester frei !
ATI Technologies Inc., today announced broad Catalyst™ graphics driver support for the beta 1 release of the Microsoft Windows Vista operating system. With its latest Catalyst driver releases, ATI is one of the first graphics providers to make a 64-bit driver that supports the Longhorn Driver Display Model (LDDM)-the Microsoft Vista revolutionary graphics driver standard-as well as the first to provide LDDM drivers for integrated graphics processors.
Microsoft Windows Vista will make extensive use of 3D graphics for the desktop. ATI’s support of beta 1 enables the developer community to write a new class of visually stunning applications for the new operating system. By making LDDM drivers available more than a full year prior to Windows Vista release, ATI provides developers with a stable, feature-enabled and performance-optimized platform for application development.
“We are happy to see ATI’s commitment to developing a Windows Vista graphics driver,” said Chris Donahue, Group Manager, Windows Graphics & Gaming Technology team at Microsoft Corp. “Users of Windows Vista advanced 3D capabilities will enjoy the premium experience of a high quality, high performance and stable GPU driver. ATI’s substantial investment in Windows Vista has resulted in tremendous progress on driver development, including the delivery of broad device support, full 64-bit compatibility and excellent performance.”
Included with Microsoft’s Windows Vista beta 1 release are ATI’s Catalyst drivers for its desktop and mobile DirectX 9 class discrete graphics processors as well as support for the 64-bit version of Microsoft Windows Vista. Additionally, ATI also is making available today on its website a further Catalyst LDDM driver which includes all of the functionality mentioned above plus support for integrated graphics processors in Windows Vista.
“ATI is providing broad graphics driver support to Microsoft and the MSDN community for all ATI DirectX 9 hardware in Microsoft Windows Vista beta 1,” said Ben Bar-Haim, Vice President of Software Engineering, ATI Technologies. “ATI is proud to point out we have more Windows Vista in-the-box driver support than any other independent hardware vendor”.
A long-time supporter of Microsoft’s DirectX 9 application programming interface, ATI is working closely with Microsoft to ensure ATI graphics processors offer the best feature support and greatest compatibility with Microsoft Windows Vista. ATI’s complete line of DirectX 9 Radeon discrete graphics for desktop computers, Mobility Radeon graphics for notebook PCs and Radeon Xpress 200 chipsets with integrated graphics for motherboards offer fully featured driver support for the beta 1 release.
ATI’s latest beta 1 driver release for Microsoft Windows Vista is available for download at www.ati.com.
Windows Vista (Codename “Longhorn”) soll im Vergleich zu XP erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bringen. Die amerikanische Online-Publikation “Microsoft Watch” meldete bereits vor einiger Zeit, dass der Start von Vista angeblich nur halb so lange dauern würde wie bei seinem Vorgänger, und dass es Programme um 15 Prozent schneller laden könne. Der Bericht stützte sich auf Aussagen der Microsoft-Managerin Amy Stephan, die zudem in Aussicht stellte, dass sich Longhorn innerhalb von 15 Minuten installieren lassen wird.
Der neueste Turbolader für Vista hört nun auf den Namen “Superfetch”. Windows merkt sich, welche Programme ein Benutzer besonders häufig aufruft und versucht, diese beim nächsten Systemstart automatisch in den Speicher zu laden. Die Software erscheint dann jedoch noch nicht auf dem Desktop, sondern hält sich im Hintergrund bereit und ist sofort verfügbar, wenn der Anwender auf das entsprechende Programmsymbol klickt. Das mit MS Office installierte Autostart-Tool arbeitet nach einem ähnlichen Muster.
Windows XP besitzt auch schon einen Mechanismus zur Verfolgung der Benutzeraktivitäten, um wenig genutzte Einträge im Startmenü automatisch auszublenden. Diese bei vielen Anwendern nicht sonderlich beliebte Funktion lässt sich jedoch deaktivieren. Unklar ist hingegen, ob sich die Personalisierung des Arbeitsspeichers unter Vista ebenfalls abschalten lässt. Meldungen, wonach sich diese Prefetch-Funktion auch unter Windows XP durch einen undokumentierten Eintrag in der Registrierdatenbank aktivieren lässt, sind offenbar falsch.
Microsoft verspricht neben der vorauseilenden Flutung des RAM mit Programmcode noch weitere Maßnahmen, um Vista zu beschleunigen. Die von allen bisherigen Windows-Versionen bekannte Erosion älterer Systeminstallationen soll beim XP-Nachfolger gebannt werden. So wird Vista das Dateisystems automatisch defragmentieren, wenn die Daten ein gewisses Maß an Zersplitterung erreicht haben. Eine weitere häufige Ursache für die Verlangsamung von Windows-Installationen ist eine aufgeblähte Registrierdatenbank, die zahlreiche nicht mehr benötigte Einträge enthält. Einige Tools von Drittanbietern beheben dieses Problem. Diese werden wohl auch unter Vista benötigt, Redmond beabsichtigt offenbar nicht, ein eigenes Werkzeug in das Betriebssystem zu integrieren.
Einer anderen Systembremse rückt Microsoft indes selbst zu Leibe: Viele Programme laden sich beim Systemstart in den Speicher, ohne dass sie vom Anwender in den Autostart-Ordner aufgenommen wurden. Vielmehr tragen die Installationsroutinen dieser Software entsprechende Schlüssel in die Registrierung ein. Unter Vista soll ein eigenes Performance-Tool in der Systemsteuerung die Möglichkeit bieten, solche Speicherfresser zu deaktivieren.
Neben den Aussichten auf Geschwindigkeitsverbesserungen gibt es indes auch Hinweise, dass bestimmte Funktionen zukünftig langsamer sein werden als bisher. So gibt es Befürchtungen, dass 3D-Software, die auf dem Grafikstandard OpenGL beruht, unter der neuen Windows-Architektur leiden könnte. Betroffen wären etwa CAD-Anwendungen. Die Ursache für eine Benachteiligung solche Programme könnte darin liegen, dass die Vista-Implementierung von OpenGL auf Direct X aufgesattelt wird. (Quelle COMPUTERWOCHE.DE 10.08.2005)
Die Proof-Of-Concept-Viren für das nächste Windows seien wirkungslos, da die MSH nicht Teil von Vista sein werden, so Microsoft.
Wie Microsoft aktuell versichert, wird die Microsoft Command Shell (MSH), Codename “Monad”, nicht Teil der nächsten Windows-Version sein.
Damit sollten Bedenken vom Tisch gewischt sein, die vor kurzem von den Anti-Viren-Experten bei F-Secure kamen (wir berichteten). Diese hatten festgestellt, dass ein geplanter Teil von Windows Vista schon jetzt wegen offenbarer Sicherheitslücken durch Viren angreifbar sind.
Möglicherweise, so äusserte sich eine Microsoft-Sprecherin gegenüber der Presse, werde Monad mit der nächsten Ausgabe von Microsoft Exchange oder von Longhorn Server 2006 oder 2007 veröffentlicht. (Quelle TESTTICKER.DE 08.08.2005)


