Im XP-Nachfolger Windows Vista sollen Grafikfunktionen nicht mehr im Kernel enthalten sein. Microsoft verspricht sich dadurch eine bessere Stabilität.
Vistas Grafiksubsystem «Avalon» soll aus dem Windows-Kernel ausgelagert werden. Dies sagte Microsofts Infrastructure Architect Giovanni Marchetti gegenüber unserer Schwesterpublikation Techworld. Die meisten Treiber (inklusive Grafiktreiber) würden in Windows Vista nur noch im «Benutzermodus» laufen. Der Vorteil: Sie können nicht mehr auf den «Kernel-Modus» zugreifen, der über höhere Rechte verfügt. Im «Kernel-Modus» darf ein Prozess beliebige Aktionen ausführen, so etwa auch fremden Speicher überschreiben. Dies ist ein häufiger Grund für Abstürze.
Im Gegensatz zu der ursprünglichen Planung wird Microsoft die neue Benutzeroberfläche (UI) von Windows Vista nicht in drei, sondern in zwei Versionen ausliefern: Windows Vista Aero und Windows Vista Basic.
Ursprünglich hatten die Redmonder geplant, die UI in den drei Versionen Aero Glass, Aero Express und Aero to Go auszuliefern ( wir berichteten ). Wie der Microsoft-Kenner Paul Thurrott nun in Erfahrung bringen konnte, hat Microsoft die ursprünglichen Pläne geändert und wird die UI von Vista nur in zwei Versionen ausliefern.

Windows Vista Aero wird die Transparenzeffekte enthalten, die in “Aero Glass” vorgesehen waren. Insgesamt bleiben alle geplanten Modi aber enthalten, denn bei “Windows Vista Aero” können die Transparenzeffekte abgeschaltet werden, so dass Anwender das bisher als “Aero Express” titulierte Aussehen der UI aktivieren können. “Windows Vista Basic” (bisher “Aero to Go”) richtet sich an Besitzer älterer Systeme beziehungsweise Systeme mit schwächerer Grafikkarte. Bei dieser UI werden alle neuen Effekte ausgeschaltet, so dass die Oberfläche wie unter Windows XP aussieht. Laut Thurrott hat Microsoft auch die Anforderungen an die Grafikkarte für die Aero-Effekte heruntergeschraubt: Eine 64-MB-Grafikkarte mit 3D-Fähigkeiten soll vollends genügen, um alle Effekte aktivieren zu können. Für höhere Auflösung ist dann aber mehr Grafikkarten-Speicher erforderlich.
Microsoft wird in den nächsten Tagen einen neuen CTP (Community Technology Preview) von Windows Vista veröffentlichen. Dieser soll den CTP vom Oktober ersetzen, nachdem im November keiner erschienen war. Den neuen CTP erhalten wie gewohnt alle Betatester und Mitglieder des MSDN (Microsoft Developer Network) und Technet. Die Build-Nummer des neuen CTP wird voraussichtlich 5276 (eventuell plus/minus ein paar Zähler) lauten. Laut Angaben von Thurrott wird der neue CTP eine Reihe von neuen Funktionen an Bord haben. Allerdings ist Microsoft intern schon einen Schritt weiter und der CTP im Dezember wird noch nicht dem “Code Complete”-Status entsprechen.
Im November war der Build 5259 von Windows Vista fertig gestellt worden, der jedoch nicht als CTP veröffentlicht worden war, sondern nur einem kleinen Kreis an Testern zur Verfügung gestellt wurde. Bei dieser Version feierten der Windows Media Player 11, der neue Start-Button, Windows Mail (Outlook Express-Nachfolger) und diverse weitere neue Funktionen ihren Einstand ( wir berichteten ).
Microsoft will die Entwicklung von Windows Vista in Bezug auf die darin enthaltenen Features in den kommenden Wochen abschließen ( wir berichteten ). Anschließend sollen bis zur Veröffentlichung keine neuen Funktionen mehr hinzukommen, sondern nur noch von den Testern gemeldete Bugs behoben und die Leistung des Betriebssystems optimiert werden.
Allem Anschein nach wird es auch eine kleine Premiere geben: Im Frühjahr oder Spät-Winter könnte eine öffentlich zugängliche Testversion von Windows Vista erscheinen, die nicht nur Beta-Tester ausprobieren dürfen, sondern auch alle anderen Interessierten.
Die Entwicklung des XP-Nachfolgers kommt langsamer voran als geplant – CD-Version des neuen Betriebssystems nicht geplant.

Die Entwicklung von Windows Vista kommt langsamer voran als geplant. Ursprünglich sollte die Betaversion 2 des neuen Microsoft -Betriebssystems bereits vor Weihnachten vorliegen. Doch die Fertigstellung verzögert sich, mittlerweile wird sogar erst mit einer Veröffentlichung im März 2006 für die Vorabversion gerechnet, berichtet die Computerzeitschrift PC Professionell. Damit gerät der Zeitplan für den XP-Nachfolger komplett durcheinander. Microsoft hält trotzdem an dem Termin zweites Halbjahr 2006 für die Vista-Finalversion fest.
Nur auf DVD
Fest steht dagegen, Windows Vista wird es nur auf DVD geben. Eine CD-Version des neuen Betriebssystems ist nicht geplant. Vista soll als dateibasiertes Image verteilt werden, dazu hat Microsoft das Windows Imaging Format (WIM) entwickelt. Neu sind zwei Kompressionsvarianten, LZX für besonders starke und XPress für schnelle Komprimierung. Mit der Funktion Redirection sollen nun auch Benutzer mit eingeschränkten Rechten Programme installieren dürfen. Einträge in Systemordner oder verbotene Registry-Zweige sollen ins Home-Verzeichnis und den privaten Registry-Zweig umgebogen werden.
Office 12
Zusammen mit Windows Vista soll auch Office 12 erscheinen. Derzeit ist die erste Betaversion des neuen Büroprogramms bereits bei den Testern, im Sommer soll eine öffentliche Beta 2 von Office 12 folgen.
Nachdem die Community Tech Preview für November 2005 von Microsoft abgeblasen wurde, weil in der Testphase vor der Veröffentlichung Probleme aufgetreten waren, soll erst im Dezember bzw. Januar wieder eine Vorabversion an die Tester verteilt werden.
Die Vista Build 5259 sollte eigentlich zur November CTP werden, wurde aber nach der Auslieferung an den exklusiven Kreis der TAP (Technology Adopter Programme) Tester wieder zurückgezogen. Wir hatten dennoch die Möglichkeit, zahlreiche Screenshots der Build anzufertigen.

Sie enthält vor allem kosmetische Neuerungen, zu denen unter anderem der neue runde Start-Knopf gehört. Auch an vielen anderen Stellen wurden Änderungen an der Oberfläche des Betriebssystems vorgenommen.
Auch unter der Haube tut sich weiterhin etwas: erstmals ist Windows Anti-Spyware vollständig integriert und auch die Virensuch- und -entfernungsfunktionen sind voll funktionstüchtig. Hinzu kommt die Funktion “Instant Off” und die Möglichkeit mehrere Gruppenrichtlinienobjekte anzulegen. Ausserdem wurden einige tiefgründigere Veränderungen vorgenommen, die dem Durchschnittsnutzer nicht auffallen.
Wir haben die rund 80 Screenshots der Windows Vista Build 5259 in unserem Screenshot-Bereich hinterlegt und die bereits Vorhandenen dadurch ergänzt.
Jeder kennt das Problem. Nach der Installation von Software oder kritischen Sicherheitsupdates für Windows ist häufig ein Neustart fällig. Da heißt es erstmal alle Programme schließen und neustarten. Dann muss man wieder mühsam die vorherige Arbeitsumgebung herstellen, indem man wieder die Programme startet.

Mit dem Restart Manager sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören. Beim Installieren von Updates wird über diese neue Software überprüft, ob die zu aktualisierenden Dateien in Verwendung sind. Ist dies nicht der Fall, kann das Update ohne Probleme ausgeführt werden. Sind derartige Dateien gerade geöffnet, speichert der Restart Manager einen Snapshot der Applikation oder im Falle eines Betriebsystemupdates des ganzen Betriebszustandes von Windows und stellt diesen nach der Installation des Updates wieder her.
Durch diese Software möchte Microsoft bei Windows Vista die Anzahl der erforderlichen Neustarts reduzieren. Reboots werden dadurch zwar nicht vollständig aus der Welt geschafft, sollen aber leichter erträglich werden.
Die Probleme mit Windows Vista scheinen schwerwiegender als gedacht: die zweite Beta wurde diesen Sommer noch auf Ende September angesetzt wurde, der Termin platzte jedoch. Nun soll die Beta 2, MS zufolge, nicht mehr dieses Jahr erscheinen.

Stattdessen setzt MS auf sogenannte “Community Technology Previews”, welche nur einem engen Testerkreis zugänglich gemacht werden. Für die CTPs waren monatliche Updates angekündigt, auch diesen Plan ließ man in Redmond nun fallen, das Novemberupdate kommt nicht vor Dezember.
An den Plänen, die Vista Final in der zweiten Jahreshälfte 2006 zu releasen, wird festgehalten. Von dem festgesetzten konkreten Releasetermin am 15. November 2006 ist indessen keine Rede mehr. Auch die Releasepläne für die Servervariante, Longhorn Server genannt, wurden neu festgelegt, hier scheint es sich jedoch um Details zu handeln. 2007 soll der Vista-Server in den Läden stehen, bereits im Sommer war der Termin mit November 2007 mit recht langem Vorlauf angesetzt worden.
Stattdessen werden nun Features, die ursprünglich erst für Vista geplant waren, für die aktuelle XP – Reihe verfügbar: wenngleich auch nicht von MS selbst angeboten. Transparente Fenster und Taskleisten waren urspränglich für Vista geplant, Stardock bietet das schicke Feature nun für XP in den 32- und 64Bit-Versionen an. Angesichts des Hardwarehungers der benötigten Alpha-Blendingtechnik wurde lang bezweifelt, dass das Feature in heutige XP-Varianten eingepflegt wrden könnte, die neuen, DirectX-fähigen Grafikchips von ATI und Nvidia ermöglichen nun den neuen Look ohne nennenswerte Geschwindigkeitseinbußen: die meiste Rechnerleistung wird direkt von der Grafikhardware übernommen.
Angesichts der neuen Restriktionen, die MS für den Vista-Anwender plant, stellt sich ohnehin die Frage, ob das Upgrade auf das nun erneut verschobene OS überhaupt lohnt. Eine Portierung der nützlicheren Features auf das vergleichsweise wenig usergängelnde XP ist damit sicherlich zu begrüßen.
Windows Vista hat Microsoft eigentlich für Dezember 2006 angekündigt. Aber offenbar will das Unternehmen damit doch früher auf den Markt kommen, wie aus einem Microsoft-Internen Blog hervorgeht.
Das Wirtschaftsblatt Business Week will einen Auszug des Blogs von Chris Jones erhalten haben. In dem Schreiben erklärt der Manager, dass er, sollte Vista bis zum 31. August 2006 nicht mit ‘intakter Seele’ und hoher Qualität in den Regalen stehen, auf seinen Bonus verzichten will.
In der Geschichte des Betriebssystems ist der Vista-Release, der mit der größten zeitlichen Verzögerung. Seit etwa fünf Jahren warten die Anwender auf eine neue Version von Windows. Bei der Einführung von XP konnte Redmond eine Umsatzsteigerung von etwa 18 Prozent gegenüber Windows 2000 realisieren.
Microsoft hat in den vergangenen Stunden mit der Auslieferung von “Windows Vista November Community Tech Preview” (CTP) begonnen. Ausgewählte Beta-Tester erhalten eine verbesserte Beta 1 von Windows Vista, die schon dem sehr nahe kommt, was die Beta 2 enthalten wird. Beim neuen CTP trägt Windows Vista eine neue Build-Nummer und enthält eine Reihe neuer Funktionen.
Die Build-Nummer von Windows Vista beim neuen CTP lautet 5259. Bereits seit einigen Monaten versorgt Microsoft Beta-Tester mittels dem CTP-Programm regelmäßig mit aktualisierten Beta-Versionen. Die nicht bei Microsoft beschäftigten Tester müssen damit nicht auf die großen Meilensteine (Beta 1, Beta 2, etc.) warten, um eine neue Version testen zu können.

Im Build 5259 von Windows Vista ist erstmalig eine Anti-Spyware-Technologie enthalten. Microsoft hat Windows Antispyware in Windows Vista integriert. Dabei kommt die Version 1.1.0818.2 zum Einsatz, die etwas aktueller ist, als die kürzlich veröffentlichte aktualisierte Fassung von Windows Antispyware für Windows XP ( wir berichteten ). Zusätzlich hat Microsoft auch einen Virenscanner integriert, der Schädlinge aufspüren und beseitigen kann. Ebenfalls enthalten ist auch eine Beta vom Windows Media Player 11. Hinzu kommen diverse Änderungen an der UI, eine aktualisierte Fassung des IE 7, der neue Startbutton, eine neue Optik der Systemsteuerung (siehe Bild) und Windows Mail.

Der US-IT-Dienst Activewin hat diverse Screenshots vom neuen Build von Windows Vista veröffentlicht. Auf dem Screenshot in diesem Absatz ist beispielsweise “Windows Mail” zu sehen, das “Outlook Express” ablösen wird. Ebenfalls zu sehen ist unten links der neue Start-Button. Weitere Screenshots finden Sie auf dieser Seite .
Die Beta 2 von Windows Vista wird Mitte Dezember erscheinen. Der genaue Termin ist allerdings auch abhängig vom Feedback der Tester der Community Technology Preview. Sollte nichts schief gehen, dann wird die Beta 2 am 16. Dezember erscheinen. Aktuelles Gerücht über den Termin der finalen Version: 31. August 2006.
Gestern wurde die Xbox 360 vorgestellt. Sie war allerdings nicht das einzig interessante, was Microsoft an diesem Tag veröffentlichte. Auch in Sachen Windows Vista tat sich etwas. So hat Microsoft den Mitgliedern seines Windows Vendor Programms (Vertriebspartner) die November CTP von Windows Vista zum Download bereitgestellt.
Die Build trägt wie erwartet die Nummer 5259 und enthält offenbar nur geringfügige Änderungen, was die Funktionen angeht. Eine der interessanten Neuerungen ist, dass Microsoft AntiSpyware nun in Vista integriert ist und vollkommen funktionstüchtig ist. Zu den weiteren Neuheiten gehört eine leicht veränderte Oberfläche des Media Center, ein überarbeitetes Fenster für System-Eigenschaften, ein neuer Dialog zum Einstellen der Bildschirmanzeige sowie ein einfach zugängliches Menü zum Hinzufügen/Entfernen von Windows-Komponenten.
Der Beginn der Auslieferung an die sogenannten TAP-Tester bedeutet meist, dass die Beta-Version auch in Kürze den anderen Beta-Testern zur Verfügung stehen wird. Dies dürfte zum Ende der Woche oder Anfang nächster Woche passieren, da in den USA Ende der Woche Thanksgiving gefeiert wird.
Es sind bereits erste Screenshots im Internet aufgetaucht, jedoch schaffen es die Betreiber von Pro-Networks.org beeindruckenderweise nicht ein einziges Mal den gesamten Desktop abzubilden.
Gartner warnt vor Zeitnot bis 2010.
Zehn Gründe, warum Anwender sich nicht für Vista interessieren sollten, haben die Marktforscher von Gartner vor wenigen Tagen ins Netz gestellt. Diese Gründe gelten aber offensichtlich nicht für Anwender von Windows 2000. Die sollten sich nämlich schon jetzt auf die Migration auf Vista vorbereiten, betont der Marktforscher. Andernfalls würden diese Unternehmen nämlich auf einem System festsitzen, das nicht mehr länger von Microsoft unterstützt wird.

Anwender, die jetzt Windows XP einsetzen, könnten sich mehr Zeit lassen, heißt es. So ist auch die neue Mitteilung eine Reaktion Gartners auf das Medien-Echo, das die erste Empfehlung hervorgerufen habe. Die Marktforscher fühlen sich nämlich missverstanden, was angesichts des Titels des Textes nicht verwundert.
Das Werk ist mit ‘Ten Reasons You Should and Shouldn’t Care About Microsoft’s Windows Vista Client’ benannt. Eigentlich wollte man damit zum Ausdruck bringen, dass die Anwender, besonders die Anwender von Windows 2000, sich schon jetzt mit ihren Software-Händlern auseinandersetzen setzten sollten und nicht bis 2008 damit warten.
Vista ist für Ende 2007 angekündigt. Microsoft plant, den Support für Windows 2000 bis Mitte 2010 zu erweitern. Jedoch, so Gartner in der zweiten Mitteilung, kann es vor allem bei Unternehmenssoftware bis zu drei Jahre dauern, bis das neue Betriebssystem unterstützt wird. Firmen, die diesen Zeitrahmen nicht einhalten können, “werden gehörig in der Zwickmühle stecken “, betonte Gartner-Analyst Michael Silver.
Daher sei es wichtig, sich mit seinen Zulieferern auseinanderzusetzen. Auf diese Art könnten die Anwender den Herstellern die Brisanz der Migration signalisieren und auch gemeinsam einen Zeitplan für das Upgrade erstellen. Gartner schätzt, dass die ISV (Independent Software Vendors) von der Veröffentlichung von Vista bis zum Support und dem Testen von Applikationen im Schnitt etwa 18 Monate brauchen. Danach erst können die Unternehmen die Anwendungen testen. “Institutionen, die Vista bis 2008 ignorieren, können es 2010 auch nicht installieren”, fügt Silver an.
Weniger stark ist der Zeitdruck bei Usern, die Windows XP einsetzen. Die haben genügend Spielraum, um dann auf Vista zu migrieren, etwa wenn alte Systeme ausgetauscht werden. Wodurch auch die manuelle Installation des Betriebssystems etwas abgemildert wird, die bei der Mehrzahl der Unternehmen immer noch Standard ist. Für Gartner ist das Aufrüsten von bestehenden Rechnern auf Vista nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Hardware noch mehr als Hälfte der geplanten Lebensdauer vor sich hat.


