Wer kennt das Problem nicht das Windows installationen sich nach ein oder mehr Monaten immer Träger anfühlen. Wie mehrere Webseiten heute berichteten möchte Microsoft mit der nächsten Windows-Version diesem Problem Abhilfe schaffen. Windows Vista wird dazu einige Neuerungen erhalten.
Die kleinste Änderung dürfte noch sein, dass Vista die Festplatten automatisch defragmentieren wird. Zusätzlich soll der Arbeitsspeicher besser genutzt werden, sodass Programme schneller gestartet werden und ausführbar sind. Des weiteren plant Microsoft einen Performance-Steuerkonsole, die dafür zuständig sein wird, Leistungsengpässe zu erkennen und zu beseitigen.Hauptziel dieser ganzen Verbesserungen bleibt ganz klar, dass der PC auch noch nach langer Zeit wie neu laufen soll.
Gründe für Verlangsamerungen des System sind ganz unterschiedlicher Herkunft. So beeinflusst die Anzahl der Dateien und der Ort, wo sie auf der Festplatte abgelegt sind, die Leistungsfähigkeit doch erheblich.
Zusätzlich möchte Microsoft eine „Super Fetch“ genannte Technologie einbauen. So soll nach wenigen Wochen noch mal ein Performancegewinn möglich sein. Dazu werden oft genutzte Programme automatisch beim Start in den Arbeitsspeicher geladen, ähnlich wie es bereits bei Windows XP mit allgemeinen Systemressourcen gemacht wird. Ähnlich dem „Super Fetch“ wird auch schon seit längerem unter Linux verfahren z.B. beim Anfordern einer Seite, werden im Hintergrund zusätzliche Seiten mitgeladen. Ob die genannten Features wirklich etwas bringen oder ob es sich um reines Marketing handelt, wird sich zeigen. (Quelle K-HARDWARE.DE 10.08.2005)
Windows Vista (Codename “Longhorn”) soll im Vergleich zu XP erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bringen. Die amerikanische Online-Publikation “Microsoft Watch” meldete bereits vor einiger Zeit, dass der Start von Vista angeblich nur halb so lange dauern würde wie bei seinem Vorgänger, und dass es Programme um 15 Prozent schneller laden könne. Der Bericht stützte sich auf Aussagen der Microsoft-Managerin Amy Stephan, die zudem in Aussicht stellte, dass sich Longhorn innerhalb von 15 Minuten installieren lassen wird.
Der neueste Turbolader für Vista hört nun auf den Namen “Superfetch”. Windows merkt sich, welche Programme ein Benutzer besonders häufig aufruft und versucht, diese beim nächsten Systemstart automatisch in den Speicher zu laden. Die Software erscheint dann jedoch noch nicht auf dem Desktop, sondern hält sich im Hintergrund bereit und ist sofort verfügbar, wenn der Anwender auf das entsprechende Programmsymbol klickt. Das mit MS Office installierte Autostart-Tool arbeitet nach einem ähnlichen Muster.
Windows XP besitzt auch schon einen Mechanismus zur Verfolgung der Benutzeraktivitäten, um wenig genutzte Einträge im Startmenü automatisch auszublenden. Diese bei vielen Anwendern nicht sonderlich beliebte Funktion lässt sich jedoch deaktivieren. Unklar ist hingegen, ob sich die Personalisierung des Arbeitsspeichers unter Vista ebenfalls abschalten lässt. Meldungen, wonach sich diese Prefetch-Funktion auch unter Windows XP durch einen undokumentierten Eintrag in der Registrierdatenbank aktivieren lässt, sind offenbar falsch.
Microsoft verspricht neben der vorauseilenden Flutung des RAM mit Programmcode noch weitere Maßnahmen, um Vista zu beschleunigen. Die von allen bisherigen Windows-Versionen bekannte Erosion älterer Systeminstallationen soll beim XP-Nachfolger gebannt werden. So wird Vista das Dateisystems automatisch defragmentieren, wenn die Daten ein gewisses Maß an Zersplitterung erreicht haben. Eine weitere häufige Ursache für die Verlangsamung von Windows-Installationen ist eine aufgeblähte Registrierdatenbank, die zahlreiche nicht mehr benötigte Einträge enthält. Einige Tools von Drittanbietern beheben dieses Problem. Diese werden wohl auch unter Vista benötigt, Redmond beabsichtigt offenbar nicht, ein eigenes Werkzeug in das Betriebssystem zu integrieren.
Einer anderen Systembremse rückt Microsoft indes selbst zu Leibe: Viele Programme laden sich beim Systemstart in den Speicher, ohne dass sie vom Anwender in den Autostart-Ordner aufgenommen wurden. Vielmehr tragen die Installationsroutinen dieser Software entsprechende Schlüssel in die Registrierung ein. Unter Vista soll ein eigenes Performance-Tool in der Systemsteuerung die Möglichkeit bieten, solche Speicherfresser zu deaktivieren.
Neben den Aussichten auf Geschwindigkeitsverbesserungen gibt es indes auch Hinweise, dass bestimmte Funktionen zukünftig langsamer sein werden als bisher. So gibt es Befürchtungen, dass 3D-Software, die auf dem Grafikstandard OpenGL beruht, unter der neuen Windows-Architektur leiden könnte. Betroffen wären etwa CAD-Anwendungen. Die Ursache für eine Benachteiligung solche Programme könnte darin liegen, dass die Vista-Implementierung von OpenGL auf Direct X aufgesattelt wird. (Quelle COMPUTERWOCHE.DE 10.08.2005)


