Gartner warnt vor möglichen Nebenwirkungen neuer Features des Microsoft Betriebssystem !
Metadaten sind an sich eine feine Sache: Sie erlauben es Dateien mit relevanten Stichwörtern und Informationen zu versehen, auf diese Weise ist ein nachträgliches Aufspüren oder auch Gruppieren wesentlich einfacher als mit einer herkömmlichen Suche. Allerdings kann dies auch negative Nebeneffekte haben, wie die AnalystInnen von Gartner warnen.
Informativ
Denn zwar setzt Microsoft mit Windows Vista verstärkt auf die Möglichkeiten von Metadaten, hat sich aber offenbar über die möglichen Sicherheitsimplikationen wenig Gedanken gemacht. Der Softwarehersteller stelle keine brauchbaren Tools zum Management oder gar der Entfernung der Metadaten zur Verfügung, so Gartner. Dadurch kann es dazu kommen, das Firmen oder Einzelpersonen bei der Verschickung von Dateien wesentlich mehr über sich verraten, als sie eigentlich wollen.
Beispielhaft
Ein Beispiel dafür wäre etwa eine Firma, die relevante Dokumente mit der Information “guter Konsument” oder auch “schlechter Konsument” versieht, gerät dies in die Hände des solcherart Beurteilten könnte dies unangenehme Folgen haben. Zwar gebe es in Windows Vista ein Tool mit dem solche Informationen manuell entfernt werden können, dies ist aber nach Einschätzungen von Gartner nicht ausreichend, die Entfernung müsse automatisiert werden.
Dokumente, die zuviel verraten, entwickeln sich in letzter Zeit zunehmend zu einem Quell für unabsichtliche Offenbarungen. So hatte etwa die englische Regierung mit veröffentlichten Word-Dokumenten zu kämpfen, in denen die gesamte Geschichte der vorgenommenen Korrekturen nachvollzogen werden konnte.
Ein aktueller PC aus dem Midrange- und High-End-Segment taugt bestens für Windows Vista; Einstiegsmodelle genügen den Anforderungen dagegen nicht.
In einem Technet-Dokument macht Microsoft-Vice-President Charlie Russel klar, was ein Vista-PC haben muss. Zwar wird “jeder heute verkaufte PC gut mit Windows Vista arbeiten”, im Detail muss die Hardware laut Russel künftig aber doch gewisse Mindestanforderungen erfüllen.
Ein nach aktueller Massgabe mittelschneller Prozessor genüge für die grundlegenden Anwendungen; CPUs im Einstiegsbereich dürften jedoch “den meisten Anwendern nicht das optimale Erlebnis bieten.” Russel ergänzt, die gegenwärtig von Intel und AMD gepushten Dual-Core-Prozessoren seien eine hervorragende Wahl für Vista. Punkto RAM rät das Technet-Dokument zu mindestens 512 Megabyte, besser seien 1 Gigabyte oder mehr.
Die höchsten Ansprüche stellt Vista ans Grafiksystem - die optisch ansprechenden Grafikspielereien wie der glasartige Aero-Look verlangen der Grafikkarte einiges ab. Russel nennt keine konkreten Typen, rät aber dazu, aktuelle Low-End-Karten zu meiden, auf Direct-X-9-Support zu achten und auf mindestens 64 MB Grafikspeicher zu bestehen. Am besten sei eine separate PCI-Express- oder AGP-Karte. Bei Onboard-Grafik ist auf WWDM-Unterstützung zu achten, wie sie beispielsweise Intels 945G-Chipset oder die RS400- und RS480-Famile von ATI bieten.
Microsoft hat seinen Beta-Testern ein wenig überraschend in der Nacht zum Freitag die erste deutschsprachige Version von Windows Vista zur Verfügung gestellt. Sie hat die gleiche Versionsnummer wie die englische, 5270, mit der die Beta-Gemeinde seit Montag testet.

In dieser “frühen” Phase ist die Lokalisierung natürlich noch nicht so weit fortgeschritten wie bei einem fertigen Produkt. Bei der Hardware hingegen hat sich einiges getan. Nicht nur sind deutlich mehr und bessere Soundkarten-Treiber enthalten, auch die Unterstützung von lokal wichtiger Hardware ist besser geworden. So sind beispielsweise 32- und 64-Bit-Treiber für ISDN-Karten von AVM enthalten, anders als noch im Build vom Oktober.
Kommentar
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei die deutsche Version vorgezogen worden. Denn ursprünglich sollte es sie erst mit Beta 2 geben. Betrachtet man es genauer, heißt der Termin heute jedoch möglicherweise: Die Lokalisierer haben ihrer Arbeit wie vorgesehen auf Beta 2-Niveau geschraubt. Nur läßt es die restliche Qualität von 5270 noch nicht zu, ihn bereits als Beta 2 zu deklarieren. Obwohl das mal für den Dezember geplant war.
Immerhin fehlen noch einige einwandfreie funktionierende Soundkarten- oder S-ATA-Treiber, die integrierte Desktop-Suche ist ressourcenfressend und vieles mehr. Das kann man Betatestern antun, aber nicht der breiten Masse, die täglich auf einen einwandfrei funktionierenden Rechner angewiesen ist. Zwar hat Microsoft angekündigt, daß die fertige Beta 2 von Vista von der Allgemeinheit kostenlos ausprobiert werden darf. Das ist aber noch einige Wochen hin und bis dahin heißt es für die meisten von uns: Weiter warten.
Microsoft hat nach dem verpatzten November-Build diesmal Wort gehalten. Seit kurz vor halb acht heute abend und damit vor Weihnachten steht den registrierten Beta-Testern eine neue Version des Nachfolgers von Windows XP, Windows Vista, mit Nummer 5270 zum Download zur Verfügung. Diese Version ist insbesondere deshalb heiß erwartet worden, da im vorherigen Build weder die meisten Creative-Soundkarten oder der integrierte Media Center noch alle Tablet PC-Funktionen für die Stifteingabe funktionierten.

Für die Tester unerwartet hat Microsoft für die nächsten Wochen bereits eine deutsche Version von Build 5270 angekündigt. Ursprünglich war mit einer ersten “öffentlich” verfügbaren deutschen Version erst mit Beta 2 gerechnet worden. Dabei bedient sich Redmond ausschließlich dem MUI-Verfahren, bei dem zu den Programm-Dateien die Sprachdateien hinzuinstalliert werden müssen, so daß beispielsweise ein Umschalten der gesamten Benutzeroberfläche zwischen Deutsch und Türkisch oder Englisch möglich ist. Welche Sprachkombinationen Microsoft tatsächlich ermöglicht, steht noch nicht fest.
Vista 5270 soll halbwegs vollständig sein, was die neuen Features angeht: Dazu zählen ein runder Start-Button, ein verbesserter Media Center, eine Zwei-Richtungen-Firewall, Windows Defender (Anti-Spyware), der Outlook Express-Nachfolger Windows Mail, der Media Player in Version 11 und vieles mehr. Da die Integration zahlreicher neuer Features im Main Build es oft an vielen Ecken krachen läßt, ist keine sonderlich stabile Version zu erwarten. Aber die Beta-Tester wussten ja vorher, worauf sie sich einlassen.
Im kommenden Jahr will Microsoft Vista fertiggestellen, die aktuelle Planung sieht einen RTM-Termin im Herbst vor. Es wird eine 32-Bit und eine x64-Bit-Version geben, aber keinen für die 64-Bit Itanium-Plattform. Vista wird nur auf DVD ausgeliefert werden (oder natürlich vorinstalliert auf neuen Rechnern). Die Image-Größe beträgt derzeit etwa 2,5 GByte.
Kurios: Für die Tester steht ein gemeinsames Image für die Vista Client- und die noch immer Longhorn genannte Server-Version auf einer DVD zum Download bereit. Lediglich die Eingabe eines neuen Produkt Keys entscheidet, welche Version installiert wird.
Wem der neue runde Start-Button noch nicht aufgefallen ist: In einem Cartoon auf Channel 9, dem Nachrichten- und Spaßkanal von Microsoft, ist er in einem Comic-Strip über Google-Microsoft-AOL Suchmaschinen-Kampf enthalten.
Microsoft will mit “LUA Buglight” ein Werkzeug bereitstellen, mit dem Systemadministratoren vorab die Auswirkungen der neuen Sicherheitsarchitektur des kommenden Windows “Vista” testen können.

Mit Vista führt der Redmonder Konzern aus Sicherheitsgründen einen neuen Typ von Benutzer ein, dessen Rechte zwischen dem Standardnutzer und dem Verwaltungsmodus liegen, in dem Windows XP heute typischerweise ausgeführt wird (damit man damit halbwegs praktikabel arbeiten kann).
Bei diesem so genannten Benutzerkontoschutz (englisch Least User Access oder kurz LUA) soll es bösartige Software schwerer haben, Schaden auf einem PC anzurichten. Er könnte sich aber auch auf von Unternehmen selbst oder von Drittanbietern entwickelte Software auswirken. Damit dies beim Umstieg auf Vista nicht zu bösen Überraschungen führt (man erinnere sich nur an das SP2 für Windows XP), soll LUA Buglight vorab entsprechende Tests ermöglichen.
Das Tool richtet sich nach Aussagen eines Microsoft-Sprechers gegenüber dem Branchendienst “Cnet” primär an Systemverwalter in Anwenderunternehmen, aber auch an Softwareentwickler. Wann es erhältlich sein wird, ist leider noch nicht bekannt.
Die größten Herausforderungen für Microsoft im nächsten Jahr, haben die Marktforscher von Directions on Microsoft jetzt aufgestellt. Wie der Name schon ahnen lässt, beschäftigen sich Analysten hier vor allem mit dem Riesen in Redmond. Eines der wichtigsten Ziele sei, Vista als Unternehmenssoftware zu positionieren.

Und bei dieser Aufgabe habe das Unternehmen schon die ersten Fehler gemacht. “Windows Vista könnte großen Organisationen Verbesserungen bei der Software-Installation, Sicherheit, Verlässlichkeit, der Systemverwaltung und den Nutzerschnittstellen bringen”, heißt es in der Studie. Jedoch hätten die letzten öffentlichen Präsentationen vor allem mit spektakulären Animationen, Grafikeffekten und Features für Endverbraucher hausiert, die “vermutlich mehr IT-Personal abschrecken denn anziehen”.
Zudem müsse Microsoft klar machen, warum Anwender in Unternehmen Vista anschaffen sollten, noch bevor sie neue Hardware kaufen. Es fehlten außerdem Richtlinien für die Entwicklung von Windows-Anwendungen, die Sicherheitslecks und Bugs reduzieren sollen, und vor allem sollte Microsoft diese Richtlinien auch durchsetzen. Das Unternehmen müsse klarstellen, welche Felder im Bereich Managed Solutions von Microsoft bearbeitet würden und welche Microsoft den Partnern überlasse; zudem sollten diese schnell die neuen Tools für Vista bekommen.
Die neue Online-Strategie sollte vor allem kleineren Unternehmen transparent gemacht werden, fordert die Untersuchung der Marktforscher weiter. Die neue ERP-Strategie sollte möglichst konsistent sein, damit Partner entsprechende Produkte darauf aufbauen können.
Directions on Microsoft sieht zudem die Notwendigkeit, dass Redmond weiterhin mit der ‘Dynamic Systems Initiative’ fortfährt und gegebenenfalls einen neuen Standard für Management-Software veröffentlicht. Auch bessere Dokumentierung und entsprechende Entwicklerwerkzeuge seien hier angebracht.
“Eine Politik rund um die Produkt-Zyklen etablieren und auch Disziplin bei der Umsetzung zeigen”, liest sich eine weitere Empfehlung in der Untersuchung. Zudem wollen die Analysten eine Rechtfertigung für den hohen Preis der neuen Xbox, “angesichts der großen Konkurrenz”. Auch ein so genanntes ‘Must Have’-Spiel sollte Redmond noch auf den Markt bringen, nachdem die Lieferengpässe und die gravierenden Fehler der ersten Exemplare aus der Welt geschafft sind. Als letzte große Herausforderung für das Jahr 2006, empfiehlt Directions on Microsoft, “Anpassung des Preises für die Lizenzen aus dem Programm Software Assurance mit den aktuellen Versionen von Produkten”.
Im XP-Nachfolger Windows Vista sollen Grafikfunktionen nicht mehr im Kernel enthalten sein. Microsoft verspricht sich dadurch eine bessere Stabilität.
Vistas Grafiksubsystem «Avalon» soll aus dem Windows-Kernel ausgelagert werden. Dies sagte Microsofts Infrastructure Architect Giovanni Marchetti gegenüber unserer Schwesterpublikation Techworld. Die meisten Treiber (inklusive Grafiktreiber) würden in Windows Vista nur noch im «Benutzermodus» laufen. Der Vorteil: Sie können nicht mehr auf den «Kernel-Modus» zugreifen, der über höhere Rechte verfügt. Im «Kernel-Modus» darf ein Prozess beliebige Aktionen ausführen, so etwa auch fremden Speicher überschreiben. Dies ist ein häufiger Grund für Abstürze.
Nachdem die Community Tech Preview für November 2005 von Microsoft abgeblasen wurde, weil in der Testphase vor der Veröffentlichung Probleme aufgetreten waren, soll erst im Dezember bzw. Januar wieder eine Vorabversion an die Tester verteilt werden.
Die Vista Build 5259 sollte eigentlich zur November CTP werden, wurde aber nach der Auslieferung an den exklusiven Kreis der TAP (Technology Adopter Programme) Tester wieder zurückgezogen. Wir hatten dennoch die Möglichkeit, zahlreiche Screenshots der Build anzufertigen.

Sie enthält vor allem kosmetische Neuerungen, zu denen unter anderem der neue runde Start-Knopf gehört. Auch an vielen anderen Stellen wurden Änderungen an der Oberfläche des Betriebssystems vorgenommen.
Auch unter der Haube tut sich weiterhin etwas: erstmals ist Windows Anti-Spyware vollständig integriert und auch die Virensuch- und -entfernungsfunktionen sind voll funktionstüchtig. Hinzu kommt die Funktion “Instant Off” und die Möglichkeit mehrere Gruppenrichtlinienobjekte anzulegen. Ausserdem wurden einige tiefgründigere Veränderungen vorgenommen, die dem Durchschnittsnutzer nicht auffallen.
Wir haben die rund 80 Screenshots der Windows Vista Build 5259 in unserem Screenshot-Bereich hinterlegt und die bereits Vorhandenen dadurch ergänzt.
Jeder kennt das Problem. Nach der Installation von Software oder kritischen Sicherheitsupdates für Windows ist häufig ein Neustart fällig. Da heißt es erstmal alle Programme schließen und neustarten. Dann muss man wieder mühsam die vorherige Arbeitsumgebung herstellen, indem man wieder die Programme startet.

Mit dem Restart Manager sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören. Beim Installieren von Updates wird über diese neue Software überprüft, ob die zu aktualisierenden Dateien in Verwendung sind. Ist dies nicht der Fall, kann das Update ohne Probleme ausgeführt werden. Sind derartige Dateien gerade geöffnet, speichert der Restart Manager einen Snapshot der Applikation oder im Falle eines Betriebsystemupdates des ganzen Betriebszustandes von Windows und stellt diesen nach der Installation des Updates wieder her.
Durch diese Software möchte Microsoft bei Windows Vista die Anzahl der erforderlichen Neustarts reduzieren. Reboots werden dadurch zwar nicht vollständig aus der Welt geschafft, sollen aber leichter erträglich werden.
Microsoft hat in den vergangenen Stunden mit der Auslieferung von “Windows Vista November Community Tech Preview” (CTP) begonnen. Ausgewählte Beta-Tester erhalten eine verbesserte Beta 1 von Windows Vista, die schon dem sehr nahe kommt, was die Beta 2 enthalten wird. Beim neuen CTP trägt Windows Vista eine neue Build-Nummer und enthält eine Reihe neuer Funktionen.
Die Build-Nummer von Windows Vista beim neuen CTP lautet 5259. Bereits seit einigen Monaten versorgt Microsoft Beta-Tester mittels dem CTP-Programm regelmäßig mit aktualisierten Beta-Versionen. Die nicht bei Microsoft beschäftigten Tester müssen damit nicht auf die großen Meilensteine (Beta 1, Beta 2, etc.) warten, um eine neue Version testen zu können.

Im Build 5259 von Windows Vista ist erstmalig eine Anti-Spyware-Technologie enthalten. Microsoft hat Windows Antispyware in Windows Vista integriert. Dabei kommt die Version 1.1.0818.2 zum Einsatz, die etwas aktueller ist, als die kürzlich veröffentlichte aktualisierte Fassung von Windows Antispyware für Windows XP ( wir berichteten ). Zusätzlich hat Microsoft auch einen Virenscanner integriert, der Schädlinge aufspüren und beseitigen kann. Ebenfalls enthalten ist auch eine Beta vom Windows Media Player 11. Hinzu kommen diverse Änderungen an der UI, eine aktualisierte Fassung des IE 7, der neue Startbutton, eine neue Optik der Systemsteuerung (siehe Bild) und Windows Mail.

Der US-IT-Dienst Activewin hat diverse Screenshots vom neuen Build von Windows Vista veröffentlicht. Auf dem Screenshot in diesem Absatz ist beispielsweise “Windows Mail” zu sehen, das “Outlook Express” ablösen wird. Ebenfalls zu sehen ist unten links der neue Start-Button. Weitere Screenshots finden Sie auf dieser Seite .
Die Beta 2 von Windows Vista wird Mitte Dezember erscheinen. Der genaue Termin ist allerdings auch abhängig vom Feedback der Tester der Community Technology Preview. Sollte nichts schief gehen, dann wird die Beta 2 am 16. Dezember erscheinen. Aktuelles Gerücht über den Termin der finalen Version: 31. August 2006.


