Windows Vista ist im Vergleich zu Windows XP noch stabiler geworden, Systemabstürze durch fehlerhafte Treiber oder Software sind relativ selten. Trotzdem kann es durchaus noch zu massiven Problemen kommen, wodurch eine Systemwiederherstellung notwendig ist.
Wir wollen hier nachfolgend auf die Möglichkeiten der Systemwiederherstellung unter Windows Vista eingehen.
Um eine Systemwiederherstellung überhaupt durchführen zu können, müssen Wiederherstellungspunkte erzeugt worden sein. Diese Wiederherstellungspunkte werden von Windows Vista automatisch erzeugt bzw. werden bei Programminstallationen ebenfalls erzeugt.
Sie können sich den Stand der Wiederherstellungspunkte anschauen, indem Sie folgendes durchführen:
- Start
- Systemsteuerung
- Sichern und Wiederherstellen
Dort haben Sie nun auf der linken Seite die Möglichkeit zwischen folgenden Punkten:
- Windows mittels der Systemwiederherstellung reparieren
- Wiederherstellungspunkt erstellen oder Einstellungen ändern
Gehen wir zunächst auf die Erstellung eines Wiederherstellungspunktes ein. Wählen Sie bitte die entsprechende Option.
Sie sehen nun auf dem Fenster wann für welche Partition der letzten Wiederherstellungspunkt erzeugt wurde. In diesem Fall war es der 24.07.2008 um 18:15:04 für Laufwerk C:
Sie können durch den Haken vor dem Laufwerk festlegen, für welche Partition überhaupt Wiederherstellungspunkte angelegt werden sollen. Durch das Deaktivieren einer Partition werden evtl. vorhandene Wiederherstellungspunkte gelöscht.
Sollten Sie nun einen neuen Wiederherstellungspunkt erzeugen wollen, so klicken Sie bitte auf “Erstellen“.
Nun können Sie eine Beschreibung für den Wiederherstellungspunkt eingeben. Bestätigen Sie diese Maske abschließend mit “Erstellen“.
Nun wird der Wiederherstellungspunkt erstellt. Dieser Vorgang kann je nach Rechnergeschwindigkeit durchaus einige Minuten dauern. In diesem Wiederherstellungspunkt sind alle notwendigen Dateien und Informationen über Ihren PC enthalten, um diesen bei einem Problem in den Zustand des Wiederherstellungspunktes zurückzuversetzen.
Nun wurde der Wiederherstellungspunkt erstellt.
Nachfolgend wollen wir die Systemwiederherstellung beschreiben, also den PC auf den Stand des letzten Wiederherstellungspunktes zurückzuversetzen.
Führen Sie dazu folgendes durch:
- Start
- Systemsteuerung
- Sichern und Wiederherstellen
- Windows mittels der Systemwiederherstellung reparieren
- Systemwiederherstellung
Danach erscheint folgendes Fenster:
Sie können nun den vorgeschlagenen Wiederherstellungspunkt wählen bzw. auch einen anderen Wiederherstellungspunkt. Dann erscheint folgendes Fenster:
Nach der Auswahl des gewünschten Punktes wäheln Sie bitte “Weiter“.
Nun müssen Sie das abschließende Fenster noch mit “Fertig stellen” bestätigen und der PC wird auf den gewünschten Wiederherstellungspunkt zurückgesetzt. Auch dieser Vorgang kann durchaus mehrere Minuten dauern.
Der PC wird abschließend neu gestartet und Ihre Probleme sollten nun behoben sein.
Wie bereits unter Windows XP gibt es auch unter Windows Vista die “Datenträgerbereinigung“. Dieses nützliche Programm bereinigt den PC von meistens überflüssigen Dateien, wie z.B. den temporären Internetdateien, Systemfehler-Speicherabbilddateien, temoräre Dateien usw.
Starten können Sie das Programm wie folgt:
- Start
- Programme
- Zubehör
- Systemprogramme
- Datenträgerbereinigung
Nach der Auswahl des gewünschten Laufwerkes benötigt das Programm einige Zeit, um alle notwendigen Informationen zusammenzutragen.
Folgende Daten können von der Datenträgerbereinigung gelöscht werden:
- Heruntergeladene Programmdateien
- Temporäre Internetdateien
- Offlinewebseiten
- Ruhezustandsdateibereinigung
- Debug Dump Files
- Papierkorb
- Setup Log Files
- Systemfehler-Speicherabbilddateien
- Kleine Systemfehler Speicherabbilddateien
- Temporäre Dateien
- Miniaturansichten
- Windows Fehlerberichtserstattungsdatei
- Dateien in Fehlerberichtwarteschlange
Zusätzlich können Sie unter den Optionen noch festlegen, ob Sie zusätzlichen Speicherplatz freigeben möchten, indem Sie nicht mehr verwendete Programme entfernen.
Auch können Sie zusätzlichen Speicherplatz freigeben, indem Sie alle bis auf den letzten Wiederherstellungspunkt entfernen.
In einigen Editionen von Windows Vista enthält der Datenträger evtl. Schattenkopien von Dateien und ältere Windows Complete PC-Sicherungsabbilder in Wiederherstellungspunkten. Diese Informationen können Sie ebenfalls löschen.
Allerdings zeigt Ihnen das Programm nicht alle Optionen an. Es gibt weitere Optionen, die Sie nutzen können indem Sie auf Ihrem Desktop mit der rechten Maustaste eine neue Verknüpfung anlegen. Geben Sie als Pfad dann folgendes an:
C:\Windows\System32\Cmd.exe /c Cleanmgr /sageset:65535 & Cleanmgr /sagerun:65535
Wenn Sie das Programm über die neue Verknüpfung starten, so stehen folgende weitere Optionen zur Verfügung:
- Temporary Setup Files
- Alte CHKDSK-Dateien
- Vorherige Windows-Installation(en)
- Temporäre Windows-Installationsdateien
- Beim Windows-Upgrade verworfene Dateien
Viele Anwender wissen gar nicht, das seit Windows 2000 das kleine Dienstprogramm CIPHER.EXE mitgeliefert wird. Dieses Programm ist eigentlich ein Dienstprogramm für EFS (Encrypting File System) und kann per Kommandozeile gesteuert werden.
Nützlicherweise hat dieses Programm aber auch Funktionen, die mit Verschlüsselung nichts zu tun haben. Darunter u.a. auch das sogenannte Wiping, also das sichere Löschen von Dateien und Ordner durch Überschreiben der Daten.
Bei diesem Vorgang werden binäre Nullen und Einsen über die gewünschten Bereiche geschrieben, sodaß ein Wiederherstellen der Daten nicht mehr möglich ist. Dieses wird allerdings nur mit den Bereichen gemacht, die zuvor über den Explorer gelöscht wurden.
Wichtig ist ebenfalls, das die Programme beendet werden, die evtl. auf den zu überschreibenden Bereich zugreifen, da diese Programm das Wipen verhindern können.
Öffnen Sie nach dem Löschen der Dateien und Ordner dos Eingabeaufforderung mit der Windows-Taste + “R”. Geben Sie danach “CMD” ein und drücken Sie auf OK.
Danach können Sie mit dem Befehl
cipher /WLaufwerk (z.B. ciper /WD:\)
den Bereinigungsvorgang ausführen. Bitte beachten Sie das dieser Vorgang durchaus sehr lange dauern kann. Der Fortschritt der Durchführung ist an Anzeige gut zu erkennen. Ein entsprechendes Beispiel sehen Sie auf nachfolgendem Bild:
Um die gesamten Parameter von Cipher.exe einzusehen müssen Sie lediglich “cipher.exe /?” aufrufen.
Wie in der Vergangenheit gibt es auch unter Windows Vista das Problem, das teilweise ältere Programme nicht mehr korrekt ausgeführt werden.
Dazu gibt es in Windows Vista den Programmkompatibilitäts-Assistenten, mit dem Sie die Kompatibilitätseinstellungen für die entsprechenden älteren Programme festlegen können.
Achtung: Verwenden Sie den Programmkompatibilitäts-Assistenten nicht für ältere Antivirenprogramme, Datenträger-Dienstprogramme oder Systemprogrammen.
Sie finden den Programmkompatibilitäts-Assistenten in der Systemsteuerung. Sollten Sie das Programm dort nicht finden, so können Sie es auch über folgenden Befehl direkt aufrufen (Windows-Taste + “R”)
%systemroot%\System32\mshta.exe res://acprgwiz.dll/compatmode.hta
Nach dem Start des Programms können Sie die installierten Programme suchen lassen und danach für die einzelnen Programme die Optionen festlegen.
Sie können den Kompatibilitätsmodus auswählen:
- Microsoft Windows 95
- Microsoft Windows NT 4.0 (Service Pack 5)
- Microsoft Windows 98 / ME
- Microsoft Windows 2000
- Microsoft Windows XP (Service Pack 2)
- Microsoft Windows Server 2003 (Service Pack 1)
- Kompatibilitätsmodus nicht anwenden
Desweiteren können Sie die Anzeigeeinstellungen wie folgt wählen:
- 256 Farben
- 640 x 480 Bildschirmauflösung
- Visuelle Designs deaktivieren
- Desktopzusammenstellung deaktivieren
- Skalierung bei hohem DPI-Wert deaktivieren
Weiterhin können Sie festlegen ob für das Programm Administratorberechtigungen notwendig sind. Danach wird das Programm mit den entsprechenden Einstellungen aufgerufen.
Sie können diese Einstellungen auch so einstellen, das sie bei jedem Aufruf entsprechend greifen. Dafür stehen folgende Optionen zur Verfügung.
- Das Programm immer mit diesen Kompatibilitätseinstellungen ausführen
- Andere Kompatibilitätseinstellungen verwenden
- Keine anderen Kompatibilitätseinstellungen ausprobieren.
Vista führt im Hintergrund immer automatisch eine Defragmentierung durch. Leider gibt Vista keine allzu großen Informationen über den Grad der Fragmentierung bekannt. Dieses können Sie aber auch manuell abfragen.
Starten Sie dazu die DOS Eingabeaufforderung und geben Sie den Befehl
defrag LAUFWERK -a (Beispiel: defrag d: -a)
ein. Danach untersucht Vista den Grad der Fragemtierung Ihrer Festplatte und zeigt folgende Informationen an:
Sie können hier zum einen die Volumegröße, den freien Speicherplatz, die größte Ausdehnung von freiem Speicher und den Prozentsatz der Dateifragmentierung erkennen.
Sollte die Fragementierung einen gewinnsen Prozentsatz erreicht haben, so können Sie eine Deframentierung über
defrag LAUFWERK -v
erreichen. Durch den Parameter -v werden Ihnen bei der Defragmentierung zusätzliche Informationen angezeigt.
Oftmals stürtzt der PC ohne erkennbaren Grund ab oder verhält sich so, wie man eigentlich nicht erwartet. Diese Phänomäne sind teilweise Ursache für fehlerhaften Arbeitsspeicher Ihres Vista PC´s.
Früher mußte man Programme aus dem Internet downloaden, die den Arbeitsspeicher entsprechend auf Fehler untersuchen konnten. Dieses gehört ab Vista der Vergangenheit an.
Vista verfügt standardmäßig bereits über ein Speicherdiagnoseprogramm. Dieses können Sie wie folgt aufrufen:
- Start
- Geben Sie “Speicherdiagnosetool” in die “Suchzeile” ein und Drücken Sie Enter
Danach wird das Speicherdiagnosetool gestartet.
Sie können nun auswählen, ob Sie den Speichertest nun sofort oder erst beim nächsten Neustart ausführen möchten. Der Test dauert ca. 15 Minuten.
Microsoft hat aktuell ganz neue Videos von Vista veröffentlicht, in denen zu sehen ist, wie einfach Windows Vista ist.
In den Videos werden folgende Themen behandelt:
Effizienter arbeiten mit Windows-Aero und Flip-3D
Erleben Sie, wie Windows-Aero und Flip-3D die Visualisierung und das Arbeiten mit Informationen erleichtert.
Zeit und Aufwand sparen mit der Sidebar
Informieren Sie sich direkt auf dem Desktop über Wetter, Verkehr und vieles mehr.
Schneller suchen mit der Sofortsuche
Finden Sie per Stichwort innerhalb von Sekunden was Sie suchen - z.B. E-Mails, Daten oder Kontakte.
Faxen und Scannen - direkt vom Computer aus
Faxen und Scannen wird mit Windows Vista so einfach wie E-Mail-Versenden.
Computer einfach synchronisieren
Überspielen Sie mit wenigen Klicks Daten und persönliche Einstellungen mit Windows-Easy-Transfer auf Ihren neuen Computer.
Computerleistung effizient steigern
Mit Windows Readyboost können Sie die Leistung Ihres Computers durch die Benutzung eines externen Flash-Speichers steigern.
Zentrale Verwaltung Ihres PCs
Durch die Gruppenrichtlinien verringern Sie Ausfallzeiten und werden unabhängiger vom IT-Support.
Windows Vista zu installieren ist eigentlich keine große Angelegenheit. Allerdings das lästige Nachinstallieren von Service Pack 1 (SP1) ist sehr zeitaufwendig und nervend. Aus diesem Grund möchten wir hier nachfolgend eine Anleitung zur Verfügung stellen, wie Sie sich eine Vista DVD mit integriertem Service Pack 1 erstellen können.
Sie benötigen dazu das Programm VLITE in der Finalen Version 1.1.6. Den entsprechenden Downloadlink finden Sie am Ende dieses Beitrages.
Nachdem Sie das Programm heruntergeladen und installiert haben starten Sie bitte das Programm. Legen Sie bitte Ihre Original Vista DVD in Ihr DVD Laufwerk ein. Wählen Sie nun über "Browse" das Verzeichnis aus, in dem Sie die fertige Installation ablegen möchten.
Danach wird der Inhalt der DVD in das gewählte Verzeichnis kopiert. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern. Daraufhin müssen Sie die entsprechende Vista Version wählen, die unbedingt zu Ihrem Vista Product-Key passen muß.
Nun müssen Sie im folgenden Fenster folgende Optionen aktiviren:
- Service Pack Slipstream
- Bootable ISO
Daraufhin erscheint ein weiteres Fenster, in dem Sie den Pfad für das heruntergeladene Service Pack 1 angeben. Danach wird das Service Pack 1 in die Vista Kopie integriert. Dieser Vorgang kann je nach Geschwindigkeit Ihres PC´zwischen 60 und 90 Minuten dauern.
Nach der Wartezeit erscheint die Meldung "Finished!" und das SP1 wurde erfolgreich integriert. Nun können Sie abschließend über den Punkt "Create Image" eine bootfähige ISO-Datei erstellen und auf DVD brennen.
Download von VLite 1.1.6 Finale Version:
Viele Anwender finden besonders die Aero Oberfläche unter Vista als sehr schön und angenehm. Leider kostet diese optische Spielerei eine Menge Rechenleistung und Grafikspeicher.
Dieses hat besonders bei High-End Spielen einen entscheidenen Nachteil, da diese Programme auf sehr viel Grafikspeicher angewiesen sind. Dieses können Sie aber umgehen, indem Sie für die benötigte Zeit einfach Aero ausschalten und später wieder einschalten.
Führen Sie dazu folgendes durch:
- Windows-Taste + “R” drücken
- CMD eingeben und OK bestätigen
- “NET STOP UXSMS” eingeben und Enter drücken
Nun dauert es einen kleinen Moment, der Bildschirm wird kurz schwarz und danach ist die Aero Oberfläche ausgeschaltet.
Mit nachfolgendem Befehl können Sie später die Aero Oberfläche wieder zuschalten.
NET START UXSMS
Windows Vista kann teilweise Probleme bereiten, wenn Ihr PC eine längere Zeit im Leerlauf läuft, d.h. nicht am PC gearbeitet wird.
Dieses liegt daran, das die Einstellungen der USB Geräte nicht korrekt eingestellt sind. Dieses kann sich dann entsprechend so äußern, dass die Internetverbindung abbricht, USB-Geräte nicht mehr korrekt arbeiten usw.
Um diese Probleme zu beheben, müssen Sie den Vista Geräte Manager aufrufen und sich die Eigenschaften des USB Root Hubs anschauen.
Dort gibt es den Punkt "Der Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen." Sollte dieser Punkt aktiviert sein, so können die beschriebenen Probleme auftreten.
Die gleiche Einstellung finden Sie übrigens auch bei Ihrer Netzwerkkarte. Auch dort sollte die Option nicht aktiviert sein. Bei Notebooks kann dies allerdings einen höheren Stromverbrauch verursachen.


