Die neue Windows Vista Firewall hat im Unterschied zu Windows XP einige neue Funktionen erhalten. Sie können die Firewall Einstellungen auf zweierlei Arten aufrufen:
Start > Systemsteuerung > Windows-Firewall
oder
Start > Systemsteuerung > Sicherheit > Windows-Firewall
Über diese Varianten können Sie die Windows Firewall, wie auf nachfolgende Abbildung zu erkennen ist, ein- und ausschalten. Die Einstellungsmöglichkeiten haben sich gegenüber Windows XP hier kaum verändert.
Es gibt unter Windows Vista aber nun zahlreichere Einstellungen der Firewall. Diesen erweiterten Modus erreichen Sie wie folgt:
Start > Systemsteuerung > Verwaltung > Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit
oder
Start > Systemsteuerung > System und Wartung > Verwaltung > Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit
Hier können Sie ganz individuelle Firewall Einstellungen vornehmen, wie z.B.:
- Eingehende Regeln
- Ausgehende Regeln
- Verbindungssicherheitsregeln
- Überwachung
- Richtlinien importieren
- Richtlinien exportieren
- Domänenprofil, Privates Profil oder öffentliches Profil anlegen und ändern
Mit der Systemwiederherstellung unter Vista lässt sich ein PC in einen früheren Zustand zurückversetzen. Dieses Feature kann teilweise bei auftretenden Problemen sehr hilfreich sein, belegt aber einige 100 MBytes an Platz auf der Festplatte.
Wenn Sie dieses Feature nicht benötigen, so können Sie es wie folgt relativ einfach ausschalten:
- Start
- Mit der rechten Maustaste auf “Computer” klicken
- Eigenschaften
- Computerschutz (evtl. anschließend auf Fortsetzen)
- Haken vor dem gewünschten Datenträger entfernen
- OK
Wie die meisten Internet Browser speichert der Internet Explorer und auch der Firefox temporäre Internetdateien. Diese werden erzeugt beim Aufrufen von Internet Seiten und können leicht zahlreiche MegaBytes an Dateien belegen.
Sie können diese Dateien löschen indem Sie im Internet Explorer folgendes durchführen:
- Intenet Explorer starten (Version 6 oder 7)
- Extras
- Optionen
- Reiter “Erweitert” auswählen
- Haken setzen bei “Leeren des Ordners für temporäre Internetdateien beim Schließen des Browsers”
- OK
Nun werden alle temporären Internet Dateien gelöscht, wenn Sie den Internet Explorer 6 oder 7 beenden.
Beim Firefox gibt es ebenfalls die Möglichkeit den Cache zu löschen. Führen Sie dazu folgendes durch:
- Firefox starten
- Extras
- Einstellungen
- Kategorie “Ereitert”
- Reiter “Netzwerk”
- Bei Cache den Button “Jetzt löschen” drücken.
- OK
Nun sind die temporären Internet Dateien des Firefox Browsers gelöscht !
Laut Microsoft sollte es unter Vista so laufen, das de PC´s gar nicht mehr ausgeschaltet werden, sondern lediglich im Energiesparmodus versetzt werden. Aus diesem Grund ist im Startmenü der “AUS“-Button standardmäßig mit dem “Energiesparmodus” belegt. Sie können den Button aber jederzeit selber mit einer anderen Funktion belegen. Führen Sie dazu folgendes durch:
- Start
- Systemsteuerung
- System und Wartung
- Energieoptionen
- Bei dem gewählten Energiesparplan auf “Energiesparplaneinstellungen ändern” klicken
- Erweitere Energieeinstellungen ändern
- Netzschalter und Laptopdeckel wählen
- Netzschalter im Startmenü
- Unter Einstellung den gewünschten Eintrag wählen, z.B. “Herunterfahren“
- OK
- Energieoptionen beenden
Nun ist der “Aus”-Button mit der “Herunterfahren” Funktion belegt.
Unter Vista gibt es einen Punkt, Programme im sogenannten “Kompatibilitätsmodus” auszuführen. Dieses soll dazu benutzt werden, Programme unter Windows Vista auszuführen, die gar nicht für Vista programmiert wurden.
Besonders bei älterer Software kann diese Einstellung oft sehr hilfreich sein. Sie können den Schalter für den Kompatibilitätsmodus einstellen, indem Sie auf das entsprechende Symbol auf dem Desktop bzw. auf die ausführbare .EXE Datei mit der rechten Maustaste klicken und danach auf Eigenschaften. Dort wählen Sie bitte den Reiter “Kompatibilität“.
Sie sehen oben den Punkt “Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für:“. Dort können Sie den Haken setzen und danach den entsprechenden Modus setzen:
- Windows 95
- Windows 98 / ME
- Windows NT 4.0 (Service Pack 5)
- Windows 2000
- Windows XP (Service Pack 2)
- Windows Server 2003 (Service Pack 1)
Die meistverwendete Einstellung wird wohl “Windows XP (Service Pack 2) sein.
Danach bitte das Fenster mit “OK” schließen und dann können Sie das Programm mit dem geänderten “Kompatibilitätsmodus” starten.
Die normale Vista-Leistungsbewertung ist ja vielen bereits bekannt und verschafft einen schnell einen Überblick, wie leistungsfähig der eigene PC ist und ob der Vista tauglich ist oder nicht.
Die normale GUI-unterstützte Leistungsbewertung findet Ihr unter:
- START
- Systemsteuerung
- Leistungsinformationen und -tools
Über “Bewertung aktualisieren” könnt Ihr die Bewertung neu starten.
Es gibt aber auch noch eine Möglichkeit, dieses unter der Kommandozeile auszuführen. Diese Leistungsbewertung ist sehr umfangreich und gibt zahlreiche zusätzliche Informationen, wie z.B. die Laufzeiten der einzelnen Tests.
- START
- CMD im Suchfeld eingeben
- In der Kommandozeile den Befehl “winsat formal” eingeben
Danach erfolgt der Bewertungstest:
Hier findet Ihr Informationen über den Speicherdurchsatz, über die Leistung der Grafikkarte, die Geschwindigkeit der Festplatte und der CPU usw.
Ausführliche Informationen der gestarteten Leistungsbewertung findet Ihr danach in dem Verzeichnis
C:\WINDOWS\PERFORMANCE\WINSAT\DATASTORE
Dort liegen die Leistungswertungen als XML-Dokumente vor !
Es gibt ein neuen Befehl unter Vista (driverquery), mit dem man sich eine Übersicht der geladenen Treiber anzeigen lassen. Dieser Befehl wird in der Kommandozeile eingeben:
- START
- Im Suchfeld “CMD” eingeben
- DRIVERQUERY
Danach erscheint eine Liste aller geladenen Treiber, hier ein Beispielauszug:
Sie können die teilweise recht umfangreiche Liste auch einfach mit dem Befehl
DRIVERQUERY >DRIVER.TXT
in die Text-Datei DRIVER.TXT umleiten. Der Namen der Textdatei ist natürlich frei wählbar.
Der Befehler DRIVERQUERY hat allerdings noch einige andere sinnvolle Optionen, auf die wir hier kurz eingehen wollen. Sie können die Hilfe aber jederzeit auch über “DRIVERQUERY /?” aufrufen:
Befehlsübersicht:
| /S System |
Gibt das Remotesystem an, mit dem eine Verbindung hergestellt werden soll. |
| /U [Domäne\]Benutzer | Gibt den Benutzerkontext an, unter dem der Befehl ausgeführt werden sollte. |
| /P [Kennwort] |
Gibt das Kennwort für den angegebenen Benutzerkontext an. |
| /FO Format |
Gibt an, welchen Ausgabetyp angezeigt werden soll. Gültige Werte sind “TABLE”, “LIST” und “CSV” |
| /NH |
Gibt an, dass die Spaltenüberschrift nicht angezeigt werden sollte. Gültig nur füpr “TABLE” und “CSV”-Format. |
| /SI |
Stellt Informationen über signierte Treiber zur Verfügung |
| /V |
Zeigt ausführliche Ausgabe an. Nicht gültig für signierte Treiber. |
| /? |
Zeit die Hilfemeldung an. |
Beispiele:
- DRIVERQUERY
- DRIVERQUERY /FO CSV /SI
- DRIVERQUERY /NH
- DRIVERQUERY /S IP-Adresse /U Benutzer /V
- DRIVERQUERY /S System /U Domäne/Benutzer /P Kennwort /FO LIST
Ein neues und sehr gutes Feature (Vorgängerversionen, Schattenkopien) gibt es in den Windows Vista Versionen Business, Enterprise (nur für Volumenlizenzkunden) und Ultimate.
Es werden immer vom aktuellen Datenbestand der Festplatte sogenannte Schattenkopien erzeugt. Dieses wurde erstmalig mit dem Windows Server 2003 eingeführt und hat nun auch in Vista Einzug gehalten. Sie können damit in jedem Ordner auf ältere Dateiversionen jederzeit zurückgreifen. Dazu müssen Sie folgendes durchführen:
- Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner
- Reiter “Vorgängerversionen”
Dort zeigt Windows Vista ältere Versionsstände an, die als Schattenkopie noch auf der Festplatte liegen. Diese können Sie nun Wiederherstellen oder Kopieren und haben somit Zugriff auf teilweise unbeabsichtigt geänderte oder gelöschte Dateien.
Unter Vista wurde die UAC (User Access Control)/Benutzerkontensteuerung neu eingeführt. Dieses Sicherheitsfeature dienst dazu, das z.B. nur bestimmte Programme mit Administrator-Rechten gestartet werden, obwohl der User als Administrator angemeldet ist. Aus diesem Grund poppen bei bestimmten Vorgängen immer wieder nachfolgende Fenster auf:
Dank der neuen Benutzerkontensteuerung laufen alle Programme grundsätzlich mit eingeschränkten Rechten. Mit den eingeschränkten Rechten ist der Schreibzugriff auf wichtige Verzeichnisse (Programmverzeichnis, Windows-Verzeichnis und Systemhauptverzeichnis) nicht mehr möglich, ebenso darf in der Registry nicht mehr in den HKML-Zweig geschrieben werden. Es ist zwar möglich, ein Programm über das Kontextmenü gezielt als Administrator zu starten, hier muss aber jeder Start zusätzlich bestätigt werden.
Dieses Fortsetzungsfenster erscheint allerdings bei vielen Vorgängen und kann teilweise auch nerven. Es gibt allerdings 2 Möglichkeiten, dieses auszuschalten:
1.) Fortsetzungs-Fenster ausschalten/deaktivieren
- Start
- Im Suchfeld “SECPOL.MSC” eingeben
- Fortsetzen
- Lokale Richtlinien
- Sicherheitsoptionen
- Option “Verhalten der Benutzeraufforderung mit erhöhten Rechten für Administratoren im Administratorbestätigungsmodus” auswählen
- “Erhöhte Rechte ohne Eingabeaufforderung” wählen
- OK
- Lokale Sicherheitsrichtlinie schließen.
Bei dieser Variante werden alle Programme weiterhin mit normalen Benutzerrechten ausgeführt, auch der Internet Explorer wird weiterhin im geschützten Modus gestartet. Sobald ein Programm allerdings Administratorrechte benötigt, erhält das Programm auch diese Rechte.
2.) Benutzerkontensteuerung komplett ausschalten:
- Start
- Im Suchfeld “MSCONFIG” eingeben
- Auf den Reiter “TOOLS” wechseln
- Die Option “Benutzerkontoschutz deaktivieren” auswählen
-Auf “Start” klicken
- Programm beenden und PC neu starten
Bei dieser Variante werden alle Programme nun mit Administratorrechten ausgeführt, es ist also mit dem Administrator unter XP vergleichbar. Auch der Internet Explorer läuft nicht mehr im geschützten Modus !
Sie sollten sich darüber im Klaren sein welche Auswirkungen das Abschalten der Benutzerkontensteuerung zur Folge hat, wenn Sie die Änderungen durchführen.
Unter Vista ist es ja mittlerweile möglich, DVD´s zu beschreiben. Diese Funktion stand unter Windows XP leider noch nicht zur Verfügung. Allerdings fehlt leider die Möglichkeit, ISO Images auf eine DVD brennen zu können.
Mit einer Freeware Software können Sie sich dieses Feature aber auch unter Vista ermöglichen. Die Software “Iso Recorder” stellt die Funktion zur Verfügung und ist für die 32-Bit und 64-Bit Vista Versionen verfügbar.
Downloaden könnt Ihr die Software hier!


