Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis zum neuen Windows-Betriebssystem “Vista” die ersten Details über ein dazugehöriges Officepaket preisgegeben werden: Auf einer Pressekonferenz in L.A. sprach Microsoft-Zampano Bill Gates über die neuen Funktionen, die das Vista-Office zum besten seit 10 Jahren machen sollen. Die ersten Screenshots gibt’s in der Linkbox!
Microsoft will die nächste Version seiner Bürosoftware mit einem Füllhorn neuer Funktionen und einer komplett neu gestalteten Oberfläche versehen. Die für das zweite Halbjahr 2006 angekündigte Version sei die wichtigste Veröffentlichung seit “Office 95″, sagte Gates am Dienstag in Los Angeles. “Office 12 hat alle wesentlichen Bestandteile, um eine unglaubliche Produktivität bei Millionen von Menschen rund um den Globus freizusetzen.”
Office geht auf Wünsche der Anwender ein
Die neue Gestaltung der Benutzeroberfläche von “Office 12″ soll weit deutlicher die speziellen Wünsche der Anwender in den Vordergrund stellen und die Nutzung erheblich vereinfachen. “Neun von zehn Nutzern wünschen sich unter Office heutzutage Funktionen, die die Software längst bietet”, sagte Microsoft-Manager Chris Capossela.
Die Funktionen würden nur von vielen Anwendern gar nicht gefunden. Künftig sollen Nutzer schneller bessere Resultate erhalten. Die herkömmlichen Menüs und Werkzeugleisten werden durch ein Paket von grafisch gestalteten Symbolen ersetzt.
Pop-Ups sollen helfen
Eine Vielzahl neuer intuitiver Werkzeuge soll es Anwendern ermöglichen, ihre Dokumente einfach zu bearbeiten, grafisch professionell zu gestalten, leichter zu finden und nach eigenen Bedürfnissen zu organisieren.
In Word sollen die nächsten Schritte des Users von der Software erkannt werden. Mittels Pop-Up-Window erspart man sich den Mauszeiger quer über den Bildschirm auf Reisen zu schicken, und kann den nächsten Menübefehl – sofern er vorgeschlagen wird – gleich aus dem Pop-Up anwählen. (Quelle KRONE.AT 09.09.2005)
Windows verzichtet auf alte Traditionen !!
Bitte starten Sie ihren Computer neu.” Eine Meldung, die es so oder ähnlich bei vielen Betriebssystemen gibt. Doch keiner hasst sie so wie Windows-Nutzer. Denn Windows muss nach fast jeder noch winzigen Installation neu gestartet werden. Laut Microsoft soll mit Windows Vista damit Schluss sein. Eine neue Technik macht es möglich.
Neustart-Fetischismus
Die Neustart-Aufforderung ist eine echte Windows-Krankheit. Dabei hängt sie weniger von Windows, als vielmehr von demjenigen ab, der den Installer der Software gebaut hat. Vermutlich würde es auch ohne gehen, doch viele Entwickler gehen lieber auf Nummer sicher. Schließlich möchte niemand, dass die eigene Software für Systemabstürze verantwortlich gemacht wird. Der Neustart sorgt dafür, dass Systemdateien neu initialisiert werden. Fehler durch inkompatible oder nicht aufrufbare Dateien nach einer Installation werden so vermieden. Außerdem kann das System Dateien austauschen, die im laufenden Betrieb in Benutzung sind und deshalb nicht geändert werden dürfen.
Windows Vista soll der Neustarterei nun endlich Einhalt gebieten: Mit einer Technologie namens “Freeze Dry”, die das System “gefriertrocknet”. Mit Freeze Dry soll es möglich sein, viele Neustart-Empfehlungen zu umgehen. Damit fällt natürlich auch das Sichern aller aktuellen Anwendungen flach, die bei einem Neustart normalerweise gemacht werden muss. Für den Anwender bedeutet das die Befreiung von einer lästigen Aufgabe.
Skeptiker auf den Barrikaden
Freeze Dry funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Statt die Dateien bei einer Installation einfach blind auf den Rechner zu kopieren, soll eine intelligente Routine dafür sorgen, dass der Austausch von Dateien erst erfolgt, wenn eine geupdatete Anwendung neu gestartet wird. Im Klartext bedeutet das, dass ein Office-Update eingespielt werden kann, während Office läuft. Wird der Rechner dann “natürlich” neugestartet, zum Beispiel durch An- und Ausschalten bei Beginn und Ende eines Arbeitstages, werden die Updates installiert.
Windows-User dürfte das freuen, der Skeptiker sieht sich bereits mit zahlreichen Abstürzen konfrontiert. Eine goldene Windows-Regel ist ja ohnehin, dass das System erst nach dem zweiten Service-Pack wirklich brauchbar wird. Denn ob Freeze Dry so gut ist, wie von Microsoft behauptet wird, steht in den Sternen. Wichtiger ist ohnehin, wie und ob Microsoft es schafft, sich mit dieser Funktion die Hacker und Viren vom Leib zu halten. Die dürften an Freeze Dry nämlich ihre wahre Freude haben. (Quelle NETZWELT.DE 08.09.2005)
Tablet PCs sind die besseren Notebooks, wenn es um die Bedienbarkeit geht. Zwar sind sie in der Regel nicht geeignet für 3D-Shooter, aber in Schule und Studium die idealen Begleiter. In einem neuen Whitepaper hat Microsoft jetzt angekündigt, daß die Tablet-Funktion “in allen Vista-Versionen” integriert werden wird: “Tablet PC technologies are ubiquitous across all Windows Vista editions.” Außerdem werde es auch 64-Bit-Versionen geben. Zudem erweitert Microsoft die Unterstützung der Eingabemöglichkeiten um “Touch digitizers”.
Bei Tablet PCs handelt es sich um Notebooks mit einer erweiterten Vollversion von Windows XP Professional, der Tablet PC Edition. Sie werden über eine (eingebaute oder an den Tablet angeschlossene) Tastatur oder mit einem meist batterielosen Stift bedient. Das ist ideal für das Mitschreiben bei Pressekonferenzen oder Vorlesungen oder im Unterricht. Die Notizen sind immer verfügbar und müssen nicht erst lange in Papierbergen gesucht werden. Mitschriften und Hausaufgaben lassen sich so schnell mit anderen teilen oder archivieren .
Die Plattform selbst wird zwar bis heute immer wieder in Frage gestellt, da Microsoft bei der Einführung 2002 zu hohe Erwartungen geweckt hatte. Microsoft wird, wie dieses Whitepaper zeigt, die Funktionen aber erweitern und nicht abschaffen. Inzwischen gibt es schnelle und erschwingliche Tablet PCs wie die Einsteigermodelle von Acer. (Quelle K-HARDWARE.DE)
Aktuelle PCI-Express-Grafikkarte vonnöten – Hoher Speicherverbrauch auf 64-Bit-Rechnern – Serial ATA 2-Platten empfohlen.
Auf deutlich höhere Hardwareanforderungen als in bisherigen Betriebssystemen sollten sich schon mal künftige Windows Vista-BenutzerInnen einstellen. Im Rahmen der australischen TechEd-Konferenz, hat Microsoft erste Details bekannt gegeben, und die sprechen eine Sprache, die vor allem die Hardwarehersteller erfreuen wird.
Aufrüsten
Denn laut einem Bericht des APC Magazines ist für zahlreiche BenutzerInnen Aufrüsten angesagt, wollen sie von Vorteilen der neuen Windows-Version profitieren. So empfiehlt der Softwarehersteller mindestens eine aktuelle Grafikkarte mit 128 MB RAM, besser aber 256 oder mehr, die Anbindung ans Mainboard per PCI-Express sei ebenfalls sehr wichtig. Der Grund dafür sei, dass Vista auf ein vollkommen neues Treibermodell setze, dass den Grafikprozessor wesentlich mehr benutze als bisher. Dies entlaste zwar die CPU, brauche eben aber eine aktuelle Grafikkarte und vor allem auch einen Hochgeschwindigkeitszugriff auf den Hauptspeicher – wofür AGP eben “nicht optimal” sei, dafür laufe Vista dann insgesamt wesentlich flotter als XP.
NCQ
Im Bereich der Harddisks empfiehlt man eine aktuelle Serial-ATA-2-Platte, aufgrund des dabei zum Einsatz kommenden Native-Command Queings (NCQ), da das Betriebssystem stark von der asynchronen Abarbeitung der einzelnen Aufträge profitieren. Beim Hauptspeicher sollten es mindesten 512 MByte sein – vorausgesetzt es handelt sich um einen 32-Bit-Prozessor, für 64-Bit-CPUs empfiehlt man hingegen gleich 2 GB an DDR3 RAM.
Eingeschränkt
Die Spezifikationen sind wohl auch als Aufforderung an die Hardwarehersteller zu verstehen, in aktuelle PCs entsprechende Komponenten einzubauen. Ganz ausgeschlossen werden BenutzerInnen älterer System allerdings nicht, wer zum Beispiel keine entsprechend gute Grafikkarte habe – wie es wohl auch noch eine Zeit im Laptop-Bereich der Fall sein wird – müsse sich aber statt der neuen Oberfläche mit einem Windows XP-ähnlichen GUI zufrieden geben. (Quelle DERSTANDART.AT)
Beta 2 noch in diesem Jahr
Microsoft will Windows Vista nach aktuellen Planungen offenbar am 7. Dezember 2006 auf den Markt bringen. Dies berichtet der Windows-Experte Paul Thurrott auf seiner Website Windows IT Pro unter Berufung auf Microsoft-interne Dokumente.
Die Beta 2 von Windows Vista soll laut Thurrott noch in diesem Jahr erscheinen, in der ersten Jahreshälfte 2006 dann auch zwei Release Candidates. Die Fertigstellung sei für den 9. August 2006 anvisiert.
Ob Microsoft die genannten Termine halten kann ist allerdings fraglich. So sollen viele der geplanten Features erst in der Beta 2 enthalten sein, die dann noch ausführlich getestet werden muss. Microsoft will sich nicht öffentlich auf einen Termin festlegen und nennt lediglich das zweite Halbjahr 2006.
Damit eine Veröffentlichung des Systems im Jahr 2006 überhaupt möglich ist, musste Microsoft im Spätsommer 2004 den Dateisystem-Aufsatz Win-FS herauslösen. Dieser sollte ursprünglich eines der wichtigsten Features von Windows Vista werden.
Anfang der Woche hat das Unternehmen für viele überraschend die Beta 1 von Win-FS veröffentlicht. Die Final wird aber erst 2007 zur Verfügung stehen und soll ähnlich wie heute das .Net-Framework nachgeliefert werden. (Quelle ZDNET.DE 01.09.2005)
In seine nächste Windows-Version “Vista” wird Microsoft eine Reihe von Schutzmechanismen gegen illegales Kopieren von Videoinhalten einbauen. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Manager des Softwarekonzerns. Hintergrund seien Befürchtungen der großen US-amerikanischen Filmstudios, Windows Nutzer könnten urheberrechtlich geschützte Videos in hoher Auflösung kopieren und weitergeben.
Die geplanten Schutzmechanismen seien zum großen Teil noch nicht in der kürzlich freigegebenen Beta-Version von Windows Vista enthalten, so die Berichte. Um die Interessen der Filmlobby zu wahren nehme Microsoft höhere Kosten in Kauf. Die Funktionen gegen Videopiraterie könnten zudem zu Kompatibilitätsproblemen zwischen künftigen Windows-Rechnern und älteren Monitoren oder Fernsehgeräten führen.
Hinter den Bemühungen Microsofts steht die Strategie, einfach bedienbare PCs unter Windows Vista als zentrale Steuerrechner für private Haushalte zu etablieren. Benutzer sollen damit beispielsweise hoch aufgelöste Filme im Streaming-Verfahren auf unterschiedliche Abspielgeräte laden können. (Quelle COMPUTERWOCHE.DE 01.09.2005)


